Neun Mädchen befreit

Schulleiter verkauft Schülerinnen an Freier

Siem Reap - Der Leiter einer Schule für bedürftige Kinder in Kambodscha soll Schülerinnen an ausländische Freier verkauft haben.

Wie die Zeitung „Cambodia Daily“ am Dienstag berichtete, wurden der 32-jährige Leiter der „Underprivileged Children's School“ in der Provinzhauptstadt Siem Reap und seine Schwester festgenommen. Er soll regelmäßig Ausländern Mädchen zugeführt haben.

Die Bezahlung für die Liebes-Dienste wurde als Spenden für die Schule getarnt, sagte die Chefin der für Menschenhandel zuständigen Polizeieinheit der Provinz. Die Polizei fand neun Mädchen im Alter von 17 bis 19 Jahren im Haus des Verdächtigen.

Eine freiwillige Mitarbeiterin aus Dänemark hatte die Behörden informiert. Insgesamt besuchten 89 Schüler im Alter zwischen 12 und 20 Jahren die Schule, die vor allem Englischunterricht anbot. Die vor sieben Jahren gegründete Schule hatte auch keine Genehmigungen, wie das Blatt schrieb.

Immer wieder gibt es Berichte über Missbrauch oder Korruption in kambodschanischen Waisenhäusern oder Wohltätigkeitsorganisationen. Es sei aber seines Wissens das erste Mal, dass eine Wohltätigkeitsorganisation einen Prostitutionsring betrieben habe, sagte Am Sam Ath von der kambodschanischen Menschenrechtsorganisation Licadho.

dpa

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