Schweden: AKW-Störfall ernster als angenommen

- Stockholm - Der Störfall im Atomkraftwerk Forsmark wird von zuständigen schwedischen Fachleuten inzwischen «ernster als zunächst angenommen» beurteilt. Wie der Chef des Reaktorsicherheitsausschusses bei der Strahlenschutzbehörde (SKI), Björn Karlsson, am Donnerstag im Rundfunksender SR sagte, habe «sich das Bild durch die Klärung von Einzelheiten deutlich verschlechtert».

Er sagte, das Versagen von zwei Notgeneratoren nach dem Herunterfahren eines Reaktors im Juli sei «der schlimmste Vorfall in der Geschichte der Atomkraft in Schweden» gewesen.

Umweltministerin Leni Sommerstad erklärte, die Regierung werde aus dieser Einschätzung Karlssons praktische Konsequenzen ziehen. Die SKI hatte nach dem Störfall in Forsmark vier der insgesamt zehn schwedischen Atomreaktoren abschalten lassen. Über eine neue Betriebsgenehmigung soll erst nach Abschluss der Untersuchungen zu dem Störfall entschieden werden.

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