Schwedische Kindesmorde: Gericht weist Klage gegen Schöffen ab

Västerås - Ein Richter im schwedischen Västerås hat am Freitag einen Antrag der hannoverschen Studentin, die wegen zweifachen Kindesmordes angeklagt ist, zur Annullierung des Verfahrens abgewiesen.

Der Anwalt der Deutschen, Per-Ingvar Ekblad, hatte nach dem Rücktritt einer Schöffin erklärt, alle drei ehrenamtlichen Beisitzer seien bei dem Prozesse befangen gewesen.

Vorausgegangen waren Äußerungen von einer Beisitzerin gegenüber Journalisten, wonach sie "von Anfang an" von der Schuld der deutschen Angeklagten überzeugt gewesen sei. Sie trat kurz danach von ihrem Amt zurück, weil solche Äußerungen vor dem Urteilsspruch nicht zulässig sind. Auch eine der beiden anderen Schöffen hatte das Verfahren unmittelbar nach den Schlussplädoyers von Anklage und Verteidigung in den Medien kommentiert.

Die 32-Jährige hat nach Meinung der Staatsanwaltschaft kurz vor Ostern zwei kleine schwedische Kinder aus Eifersucht erschlagen. Das Gericht hat sich bereits auf einen Schuldspruch festgelegt. Das endgültige Urteil mit Haft oder der Einweisung in eine Psychiatrie wird für Anfang Oktober erwartet.

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