Sein Spitzname: "Schweizer Mr. Bean"

Tollpatsch zerstört wertvolles Kunstwerk

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Lugano - Ein Journalist hat bei der Eröffnung einer Galerie aus lauter Tollpatschigkeit ein Kunstwerk von unschätzbarem Wert zerschmettert. Das brachte ihm nun den Namen "Schweizer Mr. Bean" ein.

Die Briten können sich vor Schadenfreude kaum halten: Ein Journalist aus der Schweiz hat sich einer Vernissage in der "Meno Uno"-Galerie in Lugano verhalten wie ein Elefant im Porzelanladen - mit gravierenden Folgen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge genoss der Reporter des Tessiner Radios RSI einige Gratis-Drinks. Nicht mehr ganz nüchtern wollte er schließlich eines der ebenfalls kostenlosen Häppchen ergattern. Dabei stieß er so unglücklich gegen eine ausgestellte Glasskulptur, dass diese zu Boden fiel und in tausend Stücke zerbrach.

Bei dem Kunstwerk handelte es sich um eine Arbeit des 2007 verstorbenen Malers und Objektkünstlers Luciano Fabro aus den 60er Jahren. Die Skulptur mit dem Titel "Impronta" ist einem Bericht des Schweizer Nachrichtenportals blick.ch "eines der meistgefeierten Werke der italienischen Arte-Povera-Bewegung".

Experten zufolge handelte es sich bei der Glasscheibe um ein Kunstwerk von unschätzbarem Wert. Während das Missgeschick in der Schweizer Presse zunächst nicht erwähnt wurde, griffen die britischen Medien den Vorfall in der "Meno Uno"-Galerie voller Häme auf - und verpassten dem tollpatschigen Journalisten den Spitznamen "Schweizer Mr. Bean".

Der Radio-Reporter hat unterdessen ein Statement gegenüber der italienischen Zeitung "Corriere del Ticino" abgegeben: Er fühle sich schrecklich und schäme sich sehr für sein Missgeschick.

pie

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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