Grundschule in der Schweiz

Zu viel Haut: Lehrerin fordert Dresscode

Genf - Kurze Röcke, durchsichtige T-Shirts: Das wurde einer Primarlehrerin in der Schweiz zu viel. Sie forderte die Eltern auf, die Kleidung des Nachwuchses zu kontrollieren.

Im Sommer werden die Tage länger und die Röcke kürzer. Das bemerkte auch eine Primarlehrerin in der Schweiz - ähnlich einer Grundschullehrerin in Deutschland. Sie will aber verhindern, dass ihre elf- bis zwölfjährigen Kinder im Klassenzimmer durch zu viel nackte Haut der Mitschüler abgelenkt werden.

Die Lehrerin formulierte deshalb ein Schreiben an die Eltern: "Ich möchte, dass Sie kontrollieren, dass die Kleider Ihrer Kinder nicht zu kurz, nicht zu durchsichtig und auch nicht in einer Art ausgeschnitten sind, dass die Unterwäsche für den Rest der Klasse oder die anderen Schüler des Schulhauses sichtbar ist", zitiert das Schweizer Nachrichtenportal blick.ch aus dem Schreiben.

Hotpants tabu

Das heißt: Hotpants, Tops mit weitem Ausschnitt oder transparente T-Shirts dürfen die Mädchen nicht tragen. Bei Jungs soll die Boxershort nicht zu sehen sein. Die Lehrerin empfiehlt aus diesem Grund, die Eltern mögen "bitte den eventuellen Bedarf nach einem Gürtel abklären".

Allerdings sind die Eltern nicht an das Schreiben der Lehrerin gebunden. Rechtlich lassen sich in der Schweiz - ähnlich wie bei uns - die Kleidervorschriften nicht durchsetzen. Finden Sie, dass in Deutschland ein Dresscode in der Schule beziehungsweise eine Schuluniform durchgesetzt werden soll? Diskutieren Sie in unserem Forum mit!

sam

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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