Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot

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In der Innenstadt von Prag sind bei einer Explosion am Montag viele Menschen verletzt worden.

Viele Verletzte

Schwere Explosion in Prager Innenstadt

Prag - Prag im Schock: Eine schwere Explosion verwüstet am Montag ein Bürohaus in der Innenstadt. Vermutlich war ein Gasleck die Ursache. Mehr als 50 Menschen werden verletzt, darunter ein Deutscher.

Es waren Bilder wie nach einem Terroranschlag - mitten im „Goldenen Prag“: TV-Bilder zeigen Menschen, denen Blut über Gesicht und Hände fließt. Im Erdgeschoss eines Bürohauses in der Theatergasse sind die Fenster mitsamt Rahmen aus der Fassade gerissen. Mauerteile sind auf die Straße gestürzt, Autos vom Schutt begraben. Und der Knall der Detonation war so laut, dass er in mehreren Stadtteilen zu hören war. Wahrscheinlich war es eine Gasexplosion, die mehr als 50 Menschen verletzt hat. Auch ein Deutscher sei darunter, sagen tschechische Rettungskräfte am Nachmittag. Ob es auch Tote gab, ist zunächst unklar.

Die Prager Polizei riegelte den Unglücksort nahe von Touristenattraktionen wie dem „Café Slavia“ sofort rigoros ab. Auch Journalisten haben kaum Chancen, sich ein Bild von der Lage zu machen. Gab es Tote? Wie viele Menschen sind verletzt? Alle diese Fragen ließen sich zunächst nicht mit Gewissheit beantworten. „Wir suchen noch mit Spürhunden in den Trümmern im Erdgeschoss“, hieß es noch am Nachmittag.

Polizei und Rettungskräfte gehen zwar inoffiziell nicht von Verschütteten. Die Suche sei aber gefährlich, sagte Rettungssprecherin Jirina Ernestova der Nachrichtenagentur dpa. Daher könne es erst in den kommenden Tagen absolute Gewissheit über mögliche Todesopfer geben.

35 Menschen kamen mit Verletzungen in Krankenhäuser - häufig sind es Schnitte von Glassplittern. Die Fensterscheiben von Häusern sind in weiten Umkreis geborsten, eine Folge der enormen Druckwelle. Der Deutsche unter den Opfern sei aber nur leicht verletzt, heißt es.

Explosion in Prager Innenstadt

Viele Verletzte nach Explosion in Prager Innenstadt

Augenzeugen berichten von auffälligem Gasgeruch - bevor das Haus explodierte. Die Wucht der Detonation verschob nicht nur eine Außenmauer des Gebäudes, das nun vom Einsturz bedroht ist. Die Explosion machte auch mehrere Nachbarhäuser vorläufig unbewohnbar, sie wurden geräumt. Ein Baugerüst am legendären Nationaltheater gegenüber ist ebenfalls einsturzgefährdet.

Wegen veralteter Gasleitungen kommt es in Tschechien immer wieder zu Unfällen. Aus Sorge vor weiteren Explosionen unterbrachen die Behörden die Gasversorgung. Aber war ein Leck in einem Gasrohr wirklich die Ursache der Detonation? Menschen in der abgesperrten Sicherheitszone werden nur nach strengster Personenkontrolle wieder herausgelassen. „Weil man ja nicht weiß, ob es nicht doch einen anderen Hintergrund für die Explosion gibt als die offizielle Version einer Gasexplosion“, berichtete der Reporter des tschechischen Staatsfernsehens CT.

dpa

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