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Vor ihrem zerstörten Hotel "Haus am Park" steht Inhaberin Hedwig Grimm in Bad Schwalbach (Hessen). Kurz nach dem Weggang der letzten Gäste waren mehrere Bäume auf das Dach des Hotels gestürzt.

In Hessen und Rheinland-Pfalz

Schwere Schäden nach heftigen Unwettern

Ludwigshafen - Heftige Gewitter haben in Hessen, Rheinland-Pfalz und in Teilen Baden-Württembergs gewütet. Bäume werden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Der Sturm wirbelt auch den Zugverkehr durcheinander.

Der Unwetter-Sommer geht weiter: In Hessen und Rheinland-Pfalz haben heftige Gewitter am Sonntagabend Schäden an Häusern und Autos sowie in einem Kurpark angerichtet. Laut Polizei und Feuerwehr deckten Sturmböen Dutzende Dächer ab und brachten viele Bäume zum Umstürzen. Im Taunus und in der Pfalz rund um Ludwigshafen kam es daraufhin zu Verkehrsbehinderungen, weil viele Straßen nicht mehr passierbar waren. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte nicht.

Wegen Sturmschäden sei der Zugverkehr zwischen Frankfurt am Main und Mannheim beeinträchtigt, teilte die Deutsche Bahn in der Nacht zum Montag mit. So werde der Fernverkehr von Frankfurt am Main über Worms nach Mannheim umgeleitet. Die Main-Neckar-Bahn fährt nicht zwischen Bensheim-Auerbach und Hemsbach. Auf dem Abschnitt seien vorerst Busse unterwegs, hieß es weiter.

Besonders schlimm erwischte es die kleine Kurstadt Bad Schwalbach im Taunus. „Hier sieht es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte“, berichtete ein Augenzeuge aus dem Kurpark. Dutzende Bäume lagen entwurzelt herum, laut Polizei waren zudem bei rund 50 Häusern die Dächer ganz oder teilweise abgedeckt worden. Parkende Autos wurden zerstört.

Heftige Unwetter wüten in Deutschland

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Mit zwei Hundestaffeln und einem Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr wurde am späten Abend nach einer vermissten Frau im vom Sturm stark verwüsteten Kurpark der Stadt gesucht. Kurz vor Mitternacht gaben die Einsatzkräfte Entwarnung, die Frau wurde unversehrt gefunden. Nach Angaben von Kreisbrandinspektor Joachim Dreier stammte sie aus den anliegenden Kliniken. Verletzte waren nach ersten Erkenntnissen nicht zu beklagen: „Es scheint alles sehr glimpflich abgelaufen zu sein“, sagte Dreier der dpa.

Die Feuerwehr in den Taunusorten Bad Schwalbach und Taunusstein war zuvor zu einem Großeinsatz ausgerückt. „Es sieht so aus, als ob hier eine Windhose quer durch den Ort gelaufen ist“, sagte Dreier. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte im Dienst. Eine Landstraße zwischen dem Taunussteiner Ortsteil Wingsbach und Steckenroth war wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Rund um Bad Schwalbach waren zudem Zufahrtsstraßen gesperrt.

Aufräumarbeiten nach Unwettern

„Das Gewitter hat jetzt aufgehört, aber es kommen immer noch neue Einsätze rein“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen am Abend. Auch dort sind Dächer abgedeckt worden und Bäume umgestürzt. Die Schäden erstreckten sich auf das gesamte Zuständigkeitsgebiet. „Die Aufräumarbeiten werden die ganze Nacht dauern“, meinte der Polizist. Die meisten Einsätze beträfen umgestürzte Bäume, teilte die Feuerwehr Ludwigshafen mit.

Auch in Südhessen hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Wegen des Starkregens haben zudem die Darmstädter Residenzfestspiele ihr Abschlusskonzert verschoben. Wenige Minuten vor Beginn der ausverkauften Vorstellung teilten die Veranstalter mit, dass der Auftritt des kubanischen Ensemble „Pasión de Buena Vista“ nicht stattfinden könne und auf nächsten Sonntag verschoben werde.

Die Stadt Ludwigshafen meldete bis zum Abend 65 Einsätze, meist wegen umgestürzter Bäume. Die Berufsfeuerwehr und die gesamte freiwillige Feuerwehr seien unterwegs. Das Lagezentrum im Stuttgarter Innenministerium meldete zudem umgestürzte Bäume im Rhein-Neckar-Kreis.

dpa

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