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Ein schweres Erdbeben hat Panik in Mexiko ausgelöst.

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Washington/Mexiko-Stadt - Ein heftiger Erdstoß hat Panik in Mexiko ausgelöst. Häuser stürzten ein, das Telefonnetz brach zusammen. Das Zentrum lag im Süden, die Auswirkungen waren aber auch in der Hauptstadt deutlich zu spüren.

Bei dem starken Erdbeben in Mexiko hat es am Dienstag auch Verletzte gegeben. Der Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca, Gabino Cué, sagte am Abend, in der Ortschaft Pinotepe nahe der Grenze Oaxacas zu Guerrero seien mehrere Gebäude beschädigt und mindestens fünf Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Ein Polizist sei von einem herabfallenden Schutzdach getroffen worden.

„Glücklicherweise müssen wir bisher keinen Verlust von Menschenleben bedauern“, sagte Präsident Felipe Calderón im Fernsehen nach einem Telefongespräch mit dem Gouverneur von Guerrero. Über den Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb er, das Gesundheitssystem funktioniere ohne größere Probleme. Aus der Hauptstadt waren Bilder zu sehen, wie Sanitäter Menschen behandelten.

Das Zentrum des Erdstoßes lag rund 190 Kilometer östlich von Acapulco am Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Der nächstgelegene Ort ist Ometepec mit etwa 20 000 Einwohnern.

Mexiko: Panik nach schwerem Erdbeben

Mexiko: Panik nach schwerem Erdbeben

Das Beben war auch in der 315 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt zu spüren. Dort liefen Zehntausende Menschen auf die Straßen, Hochhäuser schwankten, Hubschrauber kreisten am Himmel. In Gebäuden waren Risse zu sehen. Zeitweise war das Telefonnetz unterbrochen.

Calderón bezifferte die Stärke des Bebens unter Berufung auf die nationale Erdbebenwarte mit 7,8. Das Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ) registrierte 7,3, die US-Erdbebenwarte 7,4. Danach gab es noch mehrere Nachbeben.

Juan Ramón Ramírez vom Katastrophenschutz in Acapulco sagte dem Sender CNN, es gebe bisher keine Berichte über Opfer oder schwere Schäden in der Stadt. Auf den Straßen herrsche Verkehrschaos, viele Eltern eilten herbei, um ihre Kinder von den Schulen abzuholen.

Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben des Geoforschungszentrums in Potsdam in einem relativ abgelegenen Gebiet. „Von daher rechne ich nicht mit einer sehr schweren Katastrophe“, sagte der Geophysiker Joachim Saul der Nachrichtenagentur dpa. Jedoch sei eine genaue Einschätzung über Schäden bisher sehr schwer.

Mexiko wird häufig von Erdbeben erschüttert. Erst am 10. Dezember 2011 hatte die Erde in Guerrero gezittert, damals hatte das Beben eine Stärke von 6,5. Dabei starben mehrere Menschen, weitere wurden verletzt.

Am 19. September 1985 hatte ein Beben der Stärke 8,0 große Teile von Mexiko-Stadt verwüstet - trotz großer Entfernung zum Epizentrum. Nach offiziellen Angaben gab es landesweit mindestens 9500 Tote, andere Quellen berichteten von bis zu 35 000 Opfern.

dapd/dpa

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