+
Cannabis-basierte Medikamente können bei rund 50 Krankheiten beziehungsweise Symptomen helfen. Foto: Sebastian Gollnow

Schwerkranke sollen Cannabis auf Rezept erhalten

Hannover (dpa) - Cannabis als Heilmittel spaltet die Ärzteschaft. Die Psychiaterin Kirsten Müller-Vahl begrüßt die Pläne der Bundesregierung, Cannabis auf Rezept zu erlauben.

Cannabis-basierte Medikamente könnten bei rund 50 Krankheiten beziehungsweise Symptomen helfen, sagte die Professorin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): "Leider gibt es viel zu wenig Geld für die Forschung." Der Suchtmediziner Rainer Thomasius sieht Cannabis als Medikament kritisch. Unter anderem gebe es ein Psychose-Risiko, sagte der Kinder- und Jugendpsychiater vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Derzeit besitzen nach Auskunft der Bundesopiumstelle 779 Patienten eine Ausnahmeerlaubnis zur ärztlich begleiteten Selbsttherapie mit Cannabis. Sie haben mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Unter anderem gibt es Lieferengpässe, weil die Cannabisblüten aus Holland bezogen werden. Die Gründung einer staatlichen Cannabis-Agentur in Deutschland soll Abhilfe schaffen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neues Erdbeben in Mexiko
Die Naturgewalten gönnen Mexiko keine Erholungspause: Ein neues Erdbeben der Stärke 6,1 hat vier Tage nach dem Beben mit rund 300 Toten Mexiko erschüttert.
Neues Erdbeben in Mexiko
Vierjährige kommt bei Reitunfall ums Leben
Ein Mädchen ist beim Reiten in Brandenburg vom Pferd gestürzt. Für die Vierjährige kam jede Hilfe zu spät. 
Vierjährige kommt bei Reitunfall ums Leben
54 Mann rücken für verschimmeltes Pausenbrot an
Ein verschimmeltes Pausenbrot in einer Vesperdose hat in Baden-Württemberg einen groß angelegten Feuerwehreinsatz verursacht.
54 Mann rücken für verschimmeltes Pausenbrot an
Mount Agung brodelt auf Bali - 14 000 Anwohner fliehen
Auf Bali brodelt der Vulkan Mount Agung immer heftiger. Befürchtet wird, dass er jederzeit ausbrechen kann. Viele tausend Anwohner müssen fliehen. Für Urlauber sehen die …
Mount Agung brodelt auf Bali - 14 000 Anwohner fliehen

Kommentare