+
“Ausbrecherkönig“ Thomas Wolf hat sich erneut über die Haftbedingungen beklagt.

Dieser Schwerverbrecher jammert über den Knast

Wiesbaden - “Ausbrecherkönig“ Thomas Wolf hat sich erneut über die Haftbedingungen beklagt. Bei der Fortsetzung seines Geständnisses vor dem Landgericht Wiesbaden am Freitag warf er Justizbeamten ein “beängstigendes Maß an Inkompetenz“ vor.

Sie hätten ihn durch “Schikanen, Unterlassungen und Missachtungen“ unnötig leiden lassen. Die behandelnden Ärzte des Gefängnisses in Weiterstadt hätten seine Borreliose-Erkrankung ignoriert und ihre Diagnosen nur nach Aktenlage gestellt, ohne ihn zu untersuchen. Wolfs Anwalt hat zwei Beamte deshalb wegen Körperverletzung angezeigt. Der 58-Jährige Wolf beklagte auch die schlechte Verpflegung, die sich erst durch seinen Protest und einen mehrtägigen Hungerstreik gebessert habe.

Bei der Befragung durch den Vorsitzenden Richter Jürgen Bonk stellte sich Wolf als gefühlvoller Lebensgefährte dar. “Aus den Fängen der Justiz“ sei er nur wegen seiner Familie geflüchtet. “Wir wollten zusammen sein.“ In den wenigen Monaten an der Seite seiner Frau habe er seine Verbrechen und die Ausweglosigkeit seiner Situation “völlig ausgeblendet“.

Wolf ist wegen Entführung und Bankraubs in mehreren Fällen angeklagt. Ihm ist bereits vier Mal die Flucht aus verschiedenen Haftanstalten gelungen. Vor zwei Jahren hatte er in Wiesbaden die Ehefrau eines leitenden Bankmanagers entführt und 1,8 Millionen Euro Lösegeld erpresst. Er war später auf der Hamburger Reeperbahn festgenommen worden. Die Bankiersfrau soll am 19. April vor Gericht aussagen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Massive Ausfälle im Bahn- und Flugverkehr: So tobt sich „Friederike“ aus
Wetterexperten erwarten vom anrückenden Sturmtief „Friederike“ nichts Gutes. Es muss mit Orkanböen bis zu 120 km/h gerechnet werden. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Massive Ausfälle im Bahn- und Flugverkehr: So tobt sich „Friederike“ aus
52 Menschen sterben bei Busunglück in Kasachstan
Bei einem schrecklichen Busunglück in Kasachstan sind 52 Menschen ums Leben gekommen. Der Reisebus geriet in Flammen und brannte vollständig aus. 
52 Menschen sterben bei Busunglück in Kasachstan
Mann findet Foto von verstorbener Frau, das er nie sehen sollte
Kurz vor der ersten Krebs-Operation ließen sich John und Michelle noch standesamtlich trauen. Im Brautkleid sollte er sie nie zu Gesicht bekommen. Bis kurz nach ihrem …
Mann findet Foto von verstorbener Frau, das er nie sehen sollte
Drohne rettet in Seenot geratene Surfer vor der Küste Australiens
Vor der Küste Australiens wurden zwei in Seenot geratene Surfer mit Hilfe einer Drohne gerettet. Es war die erste Rettung dieser Art. 
Drohne rettet in Seenot geratene Surfer vor der Küste Australiens

Kommentare