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Zerstörte Fahrzeuge stehen auf einer Kreuzung in Hagen: Bei einem illegalen Autorennen in Hagen sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Foto: Alex Talash

Schwerverletzte bei illegalem Autorennen

Gefährliches Kräftemessen: Wieder sind Unbeteiligte bei einem illegalen Autorennen verletzt worden. Ein Junge kämpft um sein Leben.

Hagen (dpa) - Fünf schwer verletzte Menschen - darunter ein kleiner Junge, der noch am Morgen in Lebensgefahr war: Das sind die Folgen eines illegalen Autorennens in Hagen in Nordrhein-Westfalen.

Zwei Fahrer hätten sich am Donnerstagabend gegen 21.00 Uhr in der Nähe der Fernuni Hagen ein Rennen geliefert, sagte ein Polizeisprecher. Einer der Wagen sei in den Gegenverkehr gerast und frontal in ein entgegenkommendes Auto geprallt. Der an dem Rennen unbeteiligte Fahrer habe keine Chance gehabt, auszuweichen und den Unfall zu verhindern. Noch ein weiteres Auto wurde in den Unfall verwickelt.

Auch der 46 Jahre alte Unfallfahrer wurde schwer verletzt. Der andere am Autorennen beteiligte Fahrer flüchtete von der Unfallstelle. Er habe sich aber inzwischen gemeldet und werde im Laufe des Tages vernommen, sagte der Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass sich die beiden Fahrer zufällig an der Ampel begegneten und sich dann zu einem Rennen entschieden.

Immer wieder liefern sich Autofahrer illegale und gefährliche Rennen auf der Straße. Wie viele es gibt, ist für die Behörden schwer zu beziffern. Die oft schwerwiegenden Folgen dieser Raserei standen erst kürzlich bei einem Prozess in Köln im Mittelpunkt: Eine 19 Jahre alte Radfahrerin war bei einem solchen Kräftemessen getötet worden, weil einer der Autofahrer die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Der 23-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Staatsanwalt hat Revision eingelegt, um ihn hinter Gitter zu bringen. In Berlin kam im Februar ein unbeteiligter 69-Jähriger bei einem illegalen Autorennen ums Leben.

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