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Sechs Jahre Haft für geplante Millionärs-Entführung gefordert

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- Augsburg - Im Prozess um die gescheiterte Entführung des Müller-Milch-Chefs Theo Müller hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag sechs Jahre Haft für den Angeklagten gefordert.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollten der 31-jährige Türke und ein Komplize im Sommer 1995 den Chef der Unternehmensgruppe Müller- Milch kidnappen und für dessen Freilassung sechs Millionen Mark (knapp 3,1 Millionen Euro) Euro erpressen.

Die Verteidigerin des Angeklagten forderte dagegen Freispruch. Die Tatbeteiligung des Mannes sei nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Nach den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung wollte das Augsburger Landgericht noch am Donnerstagnachmittag sein Urteil verkünden.

Der Multimillionär Müller hatte bei der versuchten Entführung vor fast zehn Jahren fliehen können. Eine DNA-Analyse hat ergeben, dass der angeklagte Türke im Auto der Kidnapper saß. Sein mutmaßlicher Mittäter hatte kurz nach der Tat Selbstmord begangen, zuvor aber ein schriftliches Geständnis verfasst.

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