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Misshandlungen als Mordmotiv?

Nach Sechsfach-Mord in Rot am See: Urteil gefallen - Nebenkläger scheitern mit Forderung

Rot am See: Sechs Menschen verloren bei der Gewalttat ihr Leben. Der mutmaßliche Täter stammt aus der Familie. Der Prozess lief am Freitag - das Urteil ist gefallen.

  • Das Blutbad in Rot am See kostete sechs Menschen das Leben. Zwei weitere wurden verletzt.
  • Der mutmaßliche Täter wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt.
  • Der Mordprozess lief am Freitag - ein Urteil ist gefallen.
Im Prozess um den sechsfachen Mord in Rot am See wurde der Täter zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Update vom 10. Juli, 14.55 Uhr: Knapp ein halbes Jahr nach der Gewalttat mit sechs Toten im baden-württembergischen Rot am See ist der Angeklagte wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen verhängte am Freitag eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Mann hatte die Tat zum Prozessauftakt gestanden und Misshandlungen seiner Mutter als Motiv angegeben. Sie habe ihn missbraucht und vergiftet. Beweise gab es dafür nicht. Ein Psychiater hatte bei ihm Wahnvorstellungen und eine krankhafte seelische Störung diagnostiziert.

15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord in Rot am See

Staatsanwaltschaft, Nebenklage und auch die Verteidigung hatten erklärt, dass sie den Schützen des Mordes für schuldig halten. Staatsanwalt und Nebenkläger forderten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft sprach bei einem Teil der Taten von einer „eingeschränkten Steuerungsfähigkeit“. Die Nebenkläger halten den jungen Mann hingegen für voll schuldfähig. Der Verteidiger beantragte wegen aus seiner Sicht verminderter Schuldfähigkeit seines Mandanten eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Nach Sechsfachmord in Rot am See: Urteil in Prozess erwartet - Nebenkläger erheben schwere Vorwürfe

Der Prozess nach den tödlichen Schüssen in Rot am See gegen den mutmaßlichen Täter läuft.

Update vom 10. Juli, 9.45 Uhr: Der Mordprozess um die Todesschüsse in Rot am See läuft weiterhin. Die Nebenkläger halten den Angeklagten für voll schuldfähig. Eine psychische Störung bezweifelten die zwei Nebenklägerinnen am Donnerstag (9. Juli) vor dem Landgericht Ellwangen. „Es gibt und gab keinen Wahn“, sagte eine der Vertreterinnen. Dem 27 Jahre alten Angeklagten wird sechsfacher Mord und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen. Er soll seine Eltern, Halbgeschwister sowie Onkel und Tante Ende Januar in der Gemeinde bei Schwäbisch Hall heimtückisch erschossen haben. Zwei weitere Angehörige konnten sich schwer verletzt retten.

Ein Gutachter hatte Wahnvorstellungen und eine krankhafte seelische Störung bei dem Deutschen diagnostiziert. Die Staatsanwaltschaft hatte eine eingeschränkte Steuerungsfähigkeit bei drei der Taten gesehen. Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn gestanden und Misshandlungen seiner Mutter als Motiv angegeben. Sie soll unter anderem versucht haben, ihn mit weiblichen Hormonen zu vergiften. Die Plädoyers der Verteidigung stehen noch aus. Das Urteil soll am heutigen Freitag nicht vor 14.30 Uhr fallen.

Nach Sechsfachmord in Rot am See: Prozess beginnt - Staatsanwaltschaft äußert Verdacht

Update vom 28. Juni: Weil er seine Eltern, Halbgeschwister und zwei weitere Verwandte erschossen haben soll, muss sich ein 27-Jähriger von Montag (9 Uhr) an beim Landgericht Ellwangen verantworten. Dem Angeklagten wird Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll der Deutsche Ende Januar im baden-württembergischen Rot am See 30 Schüsse auf seine Familie abgegeben haben. Ein Onkel und eine Tante konnten sich verletzt retten. Der mutmaßliche Täter hatte selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Angebliche Misshandlungen seiner Mutter und Halbschwester sollen ihn zu der Tat getrieben habe.

Für den Prozess soll auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben werden. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. Juli fallen.

Nach Sechsfachmord in Rot am See: Staatsanwaltschaft nennt erstmals Motiv

Erstmeldung vom 27. April 2020

Ellwangen - Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Rot am See hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Ihm würden Mord in sechs Fällen und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Behörde am Montag in Ellwangen mit. Der Beschuldigte soll bereits längere Zeit geplant haben, seine Mutter und seine Halbschwester wegen angeblicher Misshandlungen zu töten. Dafür sei er in einen Schützenverein eingetreten und habe eine Pistole gekauft.

Rot am See: Mutmaßlicher Täter feuerte insgesamt 30 Schüsse ab

Nach einer Beerdigung sei es Ende Januar zu einem Familientreffen gekommen. Der 26-Jährige hat dort laut Anklage zuerst auf seine Mutter geschossen und dann seinen Vater, seine zwei Halbgeschwister sowie einen Onkel und eine Tante getötet. Seine schwer verletzte Mutter soll er danach mit einem gezielten Kopfschuss umgebracht haben.

Zwei weitere Verwandte - einen Onkel und eine Tante - schoss er den Angaben zufolge an. Sie überlebten. Laut Staatsanwaltschaft hat der 26-Jährige insgesamt 30 Schüsse abgegeben. Er hatte nach der Tat selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden.

Rot am See: Mutmaßlicher Täter gesteht Blutbad

Der Beschuldigte habe die Taten gestanden. Der Prozess soll nach Gerichtsangaben am 29. Juni beginnen. Hierfür wird laut Staatsanwaltschaft auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor.

Im Landkreis Rosenheim hat sich ein schreckliches Familiendrama ereignet. Eine Mutter tötete wohl ihre beiden Töchter - die Frau ist Bundespolizistin. Unterdessen zeigte sich eine Musikband entsetzt vom Fall des „Schwarzwald-Rambos“ - vor allem wegen eines Details auf dem Fahndungsfoto.

Währenddessen kam es in Gelsenkirchen zu einem tödlichen SEK-Einsatz. Drei Freunde werden beim Angeln in Florida brutal getötet. Einer von ihnen kann im Sterben noch letzte Details preisgeben.

Ebenfalls in NRW ist eine Polizeikontrolle eskaliert. Ein Beamter wurde durch Schüsse schwer verletzt.

In Bielefeld in NRW war wegen der Corona-Krise eine tödliche Messer-Attacke erst möglich.

Rubriklistenbild: © dpa / Marijan Murat

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