Während die Mutter einkaufen geht

Sechsjähriger schlägt seine neugeborene Schwester tot

St. Petersburg - Tödliche Tragödie: Ein Mutter hat in den USA ihre drei kleinen Kinder im Auto gelassen. Dort schlug der Sechsjährige seine 13 Tage alte Schwester tot - doch wie die Mutter reagierte, toppte alles.

Eine aus einer Reality-Show bekannte Mutter in den USA hat ihre drei kleinen Kinder allein in ihrem Wagen zurückgelassen und damit eine tödliche Tragödie verursacht: Der sechsjährige Sohn von Kathleen Marie Steele schlug seine gerade einmal 13 Tage alte Schwester tot.

Steele habe die beiden Kinder sowie ihren dreijährigen Sohn Philip bei geschlossenen Türen und Fenstern am Montag allein im Auto zurückgelassen, um in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida Besorgungen zu machen, sagte der Sheriff des Bezirks Pinellas, Bob Gualtieri, am Freitag. 40 Minuten lang habe sie sich in einem Laden aufgehalten. Als seine neugeborene Schwester Kathleen zu schreien angefangen habe, habe der sechsjährige Frankie sie aus ihrem Autositz gerissen.

Sohn erzählt, was passiert war - Mutter geht weiter einkaufen

Der Junge habe "angefangen, sie zu schütteln, mehrere Male hin und her, sie über den Boden geschleift, ihren Kopf gegen die Decke geschlagen, sie ins Gesicht geschlagen und ihr schwere Verletzungen beigebracht", schilderte Gualtieri den Vorfall. Als Steele aus dem Laden herausgekommen sei, habe ihr Sohn ihr erzählt, was passiert war. Dennoch habe sie ihre Besorgungen fortgesetzt und sei erst zwei Stunden später mit den Kindern heimgekehrt. Dort sei das Baby schon kalt und blau gewesen.

Steele verständigte den Angaben zufolge eine Nachbarin, die Krankenschwester ist. Diese habe dann die Notrufnummer gewählt. Das Baby wurde ins Krankenhaus gebracht und dort für tot erklärt. "Diejenigen von uns, die das hier schon sehr lange machen, haben noch nie so etwas erlebt", sagte Gualtieri.

"Frankie ist ein Opfer, er hat viele Probleme"

Die Polizei ließ sich von Frankie an einer Puppe zeigen, was er mit seiner Schwester gemacht hatte. Dem Jungen droht keine Anklage. "Frankie ist ein Opfer, er hat viele Probleme", sagte der Sheriff. "Nach der Aussage zahlreicher Zeugen war Steele ein nachlässiges Elternteil, Frankie und Philip waren weitgehend unbeaufsichtigt und hatten ernsthafte Verhaltensstörungen."

Die Zeitung "Tampa Bay Times" berichtete, Steele sei wegen Tötung in einem schweren Fall und Vernachlässigung festgenommen worden. Es sei eine Kaution von 100.000 Dollar (90.000 Euro) festgesetzt worden.

Steele ist bereits 62 Jahre alt und hatte ihre Tochter dank künstlicher Befruchtung mit Samen ihres verstorbenen Mannes bekommen. Zuvor war sie in einer Sendung mit dem Titel "Ich bin schwanger und 55 Jahre alt" aufgetreten.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / Symbolbild

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Scotland Yard: Hoffnung im Fall Maddie noch nicht aufgegeben
London (dpa) - Die Londoner Polizei hat im Fall Maddie die Hoffnung auch zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens nicht aufgegeben. Vier Beamte seien weiterhin mit …
Scotland Yard: Hoffnung im Fall Maddie noch nicht aufgegeben
Perfekte Tarnung: Wer findet die Schlange auf diesem Foto?
Titusville - Viele Tiere sind ihrer Umgebung farblich angepasst. Dass sie dadurch bisweilen unauffindbar werden, zeigt das Beispiel dieses Schlangenfotos eindrücklich.
Perfekte Tarnung: Wer findet die Schlange auf diesem Foto?
Grausame Veteranin fesselt hilflosen Pitbull an Baum und erschießt ihn 
North Carolina - Eine 23-Jährige Veteranin hat ihren Pitbull an einen Baum gefesselt und erschossen. Ein Freund filmte alles.
Grausame Veteranin fesselt hilflosen Pitbull an Baum und erschießt ihn 
Schnee behindert Bahnverkehr in Baden-Württemberg
Stuttgart/Ulm (dpa) - Schneemassen haben auf zahlreichen Bahnstrecken in Baden-Württemberg zu Verspätungen geführt. Zur Hauptverkehrszeit waren nach Angaben der …
Schnee behindert Bahnverkehr in Baden-Württemberg

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion