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Blumen, Briefe und kleine Geschenke für den verstorbenen Sebastian liegen nahe der Unglücksstelle auf Amrum.

Trauerfeier

Sebastians Tod war eindeutig ein Unfall

Wien/Baden - Der kleine Sebastian, der beim Sandspielen auf der Nordseeinsel Amrum tragisch ums Leben gekommen ist, soll eine Seebestattung erhalten. Der Unfall ist inzwischen aufgeklärt.

Der tragische Unfall des kleinen Sebastian am Strand der Nordseeinsel Amrum ist aufgeklärt. Nach den Ermittlungen der Polizei grub der Zehnjährige anfangs mit Schaufeln, später mit bloßen Händen direkt am Piratenschiff auf dem Strandspielplatz ein tiefes Loch von knapp einem Meter Durchmesser. “Dann kam es unvermittelt zum Einsturz der Grube. Zurück blieb nur eine unscheinbare Mulde“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei in Husum vom Dienstag.

Der kleine Junge sei sofort völlig handlungsunfähig gewesen. Er habe in kürzester Zeit das Bewusstsein verloren und sei erstickt. Als der Zehnjährige aus Österreich am Abend des 1. Juli vom Spielen nicht zurückkehrte, war zunächst auch ein Verbrechen vermutet worden. Seine Leiche wurde drei Tage später gefunden.

Der Junge soll auf See bestattet werden, sagte der Seelsorger Harm Henke in seiner Heimatgemeinde Baden bei Wien der Nachrichtenagentur dpa. Am kommenden Montag werde es um 17 Uhr eine Trauerfeier für das Kind in der evangelischen Kirche des Ortes geben. Die Urne werde zu einem späteren Zeitpunkt beigesetzt. An einer Trauerfeier auf Amrum am vergangenen Sonntag hatten zahlreiche Urlauber und Einheimische teilgenommen.

Nach Erkenntnissen der Ermittler waren Sebastian und seine Familie erst einen Tag vor dem Unglück auf der Urlaubsinsel angekommen. Den Sonntag über spielte der Zehnjährige mehrfach auf dem Wittdüner Strand an dem Klettergerüst - teilweise in Begleitung seiner Eltern und der Schwester. Am Nachmittag lieh er sich von anderen Kindern Schaufeln, um direkt neben dem Piratenschiff weiter zu buddeln.

“Um dieses Sandloch herum entstand durch die Aushebung ein ringförmiger Sandwall“, erklärte Polizeisprecherin Kristin Stielow. Als der Junge am Abend ein letztes Mal in sein Loch krabbelte, war er auf dem Spielplatz alleine. Helfer fanden ihn drei Tage später unter einem Meter Sand begraben.

dpa

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