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Die Pilotin erlag nach dem Crash ihren Verletzungen

Segelflugverbot für Minderjährige?

Quakenbrück - Nach dem tödlichen Unfall einer 17-jährigen Segelfliegerin hat sich der deutsche Luftsportverband Deutscher Aero Club (DAeC) gegen ein Flugverbot für Minderjährige ausgesprochen.

„Ich bin absolut gegen ein Segelflugverbot für Minderjährige“, sagte der Generalsekretär des Clubs, Günter Bertram, der Nachrichtenagentur dapd. Die Gefahr mache den Reiz der Sportart aus. Manche Personen seien schon mit 14 Jahren reif für das Fliegen. „Fliegen bringt sie dazu, reif zu sein. Sie wissen, dass sie dann für sich und das Flugzeug verantwortlich sind“, erklärte Bertram.

Die Ausbildung für das Segelfliegen kann bereits mit 14 Jahren begonnen werden. Einen Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer können Piloten schon im Alter von 16 Jahren erwerben. Die mechanische Komplexität ist beim Autofahren nach Bertrams Ansicht genauso groß wie beim Fliegen. „Ich kenne als Fluglehrer selbst keinen Schüler zwischen 14 und 21 Jahren, der nicht in der Lage war, das Segelfliegen zu erlernen“, sagte Bertram.

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Reif für den ersten Alleinflug sei, wer fünf bis 20 Mal einen sauberen Start, einen guten Flug und eine gute Landung hingelegt habe. Zudem müssten die Wetterbedingungen passen und ein zweiter Fluglehrer müsse die Zustimmung für den ersten Alleinflug gegeben haben.

Pilotin starb an den Folgen ihrer Verletzungen

Die 17-Jährige war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück am Samstag bei ihrem ersten Alleinflug rund einen Kilometer vom Segelflugplatz Quakenbrück entfernt mit ihrem Segelflugzeug in ein Haus geflogen und dabei tödlich verunglückt. Die Angehörigen und der Fluglehrer hatten den Flug vom Flugplatz verfolgt.

Die Leiche der Pilotin wurde am Montag obduziert. „Todesursache waren Verletzungen infolge des Absturzes“, sagte Volker Brandt von der Staatsanwaltschaft. Damit sei auszuschließen, dass die Flugschülerin schon vor dem Absturz verstorben war. Erkenntnisse, ob die junge Frau schon vor dem Absturz ohnmächtig war, habe die Obduktion nicht liefern können. Der Funkkontakt zum Fluglehrer der jungen Frau soll vor dem Sturz in ein Wohnhaus abgebrochen sein.

Eine Sprecherin des niedersächsischen Verkehrsministeriums sagte, Konsequenzen aus dem Flugzeugabsturz der Minderjährigen könnten erst gezogen werden, wenn der Fall ausgewertet sei. „Es ist die Frage, ob es an ihrem fliegerischen Können gelegen hat“, sagte Ministeriumssprecherin Anne Neumann. Auch ein technischer Defekt könne zu dem tragischen Unglück geführt haben.

dapd

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