Sekundenkleber-Streich: Kollege geleimt

Marburg - Die fristlose Kündigung eines Arbeiters wegen eines folgenschweren Streichs mit Sekundenkleber ist unwirksam. Eine Abmahnung sei ausreichend, entschied das Marburger Arbeitsgericht am Freitag. Was war passiert?

Der Montagearbeiter aus Buchenau (Kreis Marburg-Biedenkopf) hatte im März die Wasserflasche eines Kollegen mit Sekundenkleber verschließen wollen, wie er angab. Der Kleber härtete aber erst an der Luft und deshalb an Lippe und Zungenspitze des Opfers aus.

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Eine tagelange Krankenhausbehandlung wurde notwendig. Die Firma macht den Verursacher für die Lohnfortzahlung haftbar. Das Arbeitsgericht betonte, der Mann habe nicht in böser Absicht gehandelt. Er muss aber knapp 1.000 Euro für die Lohnfortzahlung zahlen.

dapd

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