Selbstmordanschlag vor Kaufhaus in Moskau

Moskau - Vor einem Kaufhaus im Nordwesten Moskaus hat sich am Samstag ein Mann mit einer Handgranate in die Luft gesprengt.

Wie die Agentur Interfax unter Berufung auf die Polizei berichtete, hatte der Mann zunächst sein Auto auf dem Parkplatz abgestellt, ehe er zum Eingang schritt, wobei er etwas Unverständliches gemurmelt haben soll. Dort hielt er plötzlich eine Handgranate an seinen Körper, zog den Stift und sprengte sich in die Luft. Er war auf der Stelle tot. Von den Umstehenden sei niemand verletzt worden.

Augenzeugen und Polizeikreise machten widersprüchliche Angaben zum Tathergang. Die Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete unter Berufung auf einen Polizeisprecher, der 41-Jährige aus der sibirischen Region Irkutsk habe nach einem Streit mit seiner Ehefrau wenige Stunden zuvor das Haus verlassen. Er habe die Selbsttötung kurz zuvor seinem Sohn telefonisch angekündigt.

Zunächst war ein Anschlag größeren Ausmaßes befürchtet worden, nachdem zuletzt Terroristen aus dem Kaukasus im Januar auf dem Flughafen Domodedowo ein Blutbad angerichtet hatten. Damals starben 37 Menschen.

dpa/dapd

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