Knochen und eine Lupe (Symbolbild).
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Knochen und eine Lupe (Symbolbild).

In Kenia fanden sie es

Thüringer Forscher machen Sensationsfund: Das Knochenrätsel ist gelöst

  • Andreas Knobloch
    vonAndreas Knobloch
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Thüringer Forscher machen einen Sensationsfund in Afrika, der sie vor ein Rätsel stellt. Doch mit akribischer Meisterleistung können sie das Knochenrätsel lösen.

Jena - Thüringer Forscher haben einen Mega-Fund gemacht. Seit etwa 2010 graben sich die Wissenschaftler durch ein Höhlensystem in Afrika. Die Entdeckung gelang den Angestellten des Max-Planck-Instituts im Panga ya Saidi. Die Forscher stießen auf Knochenteile, die sie anfangs vor ein Rätsel stellten. Doch das Knochenrätsel wurde nun gelöst - und das Ergebnis ist eine Sensation.

Sensationsfund in Kenia: Thüringer finden dreijähriges Kind - es ist 78.000 Jahre alt

Die Knochen gehören, wie sich laut Bild herausstellte, zu einem dreijährigen Kind, welches in merkwürdig gebückter Haltung und zu Brust gezogenen Knien gefunden wurde. Den Erkenntnissen zufolge sollen die Knochen des Kindes 78.000 Jahre alt sein. Aber nicht nur das Alter des Kindes überrascht: Die besondere Haltung und beigelegte Werkzeuge lassen auf einen außergewöhnlichen Fund schließen. Offenbar handelt es sich um die älteste Beerdigung eines Menschen in Afrika.

Erst kürzlich hatten polnische Forscher bei einer Mumie* einen Fötus entdeckt. Der erste Fund in einer Mumie jemals. Auch das galt als Sensation. In letzter Zeit gibt es vor allem im afrikanischen Norden, meist in Ägypten, vermehrt Ausgrabungen. Dort wurde auch eine goldene Zunge gefunden, bei der Suche nach dem Grab von Kleopatra*.

In Israel wurde ein Junge für eine zufällige Entdeckung* sogar ausgezeichnet. Ob die Thüringer Forscher für ihrn Fund ausgezeichnet werden? Die Enthüllungen sind zumindest ein Meisterwerk.

Sensationsfund Thüringer Forscher: Meisterleistung der Wissenschaftler

Die Thüringer Forscher in Kenia haben das Rätsel um die so auffällig angeordneten Knochen also gelöst. Ihre Leistung gilt als akribisches Meisterwerk. Sie mussten etwa die stark zersetzten Knochenblöcke mit Gips stabilisierten, um sie nicht zu zerstören. Zähne, Teile vom Schädel und Erdproben wurden in Speziallaboren analysiert. Woran das Kind letztendlich starb, sei unklar. Der Fund und der Erhalt des gekrümmten Brustkorbs gilt aber als schier unglaublich. Wie die Bild weiter schreibt, soll die Kopfposition darauf hindeuten, dass ein Kissen als Teil einer Stütze vorhanden gewesen sei. Es gilt wohl als extrem selten, dass so mit toten Menschen in Afrika um diese Zeit umgegangen sei.

Der Komiker Fredl Fesl* könnte mit einem Witz vor über 40 Jahren eigentlich recht gehabt haben, was eine Entdeckung in Ägpyten angeht. (ank) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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