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Der Leiter des Arianeprogramms in Deutschland, Holger Wentscher, verfolgte am Dienstag den geplanten Start

Sensorenprobleme: Fahrt zur ISS abgebrochen

Bremen - Der Start des zweiten unbemannten Weltraumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS ist am Dienstagabend rund vier Minuten vor der Zündung der Trägerrakete abgebrochen worden.

Schuld seien Sensorprobleme, sagte der Chef des Ariane-Programms bei EADS Astrium in Bremen, Holger Wentscher. Der nächste Versuch, “Johannes Kepler“ vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana mit einer Ariane-5-Rakete ins All zu bringen, sollte rund 24 Stunden später am Mittwochabend unternommen werden. Zuvor sollten Spezialisten den Fehler beseitigen.

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Wie Wentscher erklärte, hatte ein Sensor während der abschließenden Betankung fehlerhafte Signale gesendet. Daraufhin wurde die computergessteuerte Startsequenz gestoppt. Dies bedeutete den vorläufigen Abbruch der Mission, denn die Rakete muss genau in einem eine Sekunde kurzen Startfenster aufsteigen. Andernfalls kann sie den Raumtransporter nicht rechtzeitig absetzen, und er verpasst die ISS, die mit 28.000 Stundenkilometern um die Erde rast.

Der Weltraumfrachter soll mehr als sieben Tonnen Ladung zur ISS bringen, darunter Lebensmittel und Treibstoff, Kleidung und Ersatzteile. Zudem soll er mit seinen Raketendüsen die ISS in eine andere Flughöhe bugsieren. Anfang Juni soll das Vehikel mit Müll beladen von der ISS abkoppeln und beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

dapd

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