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Noch immer gelten 15 der Insassen der "Sewol" als vermisst.

Nach Fährunglück in Südkorea

"Sewol": Weitere Leiche geborgen

Seoul - Sieben Wochen nach dem Untergang der "Sewol" wurde eine weitere Leiche geborgen. Insgesamt sind es damit offiziell 289 Todesopfer. Noch immer gelten Menschen als vermisst.

Sieben Wochen nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“ haben Bergungskräfte eine weitere Leiche geborgen. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer des Unglücks auf 289. Noch immer gelten 15 der ursprünglich 476 Insassen als vermisst.

Die Leiche des 44 Jahre alten Passagiers wurde rund 35 Kilometer von dem Wrack entfernt gefunden. Der Mann habe zusammen mit seiner Frau und zwei Söhnen mit der Fähre zur Ferieninsel Cheju fahren wollen, teilte die Einsatzleitung am Donnerstag mit.

Nur der siebenjährige Sohn des Paars sei bei dem Unglück gerettet worden. Die „Sewol“ war am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas untergegangen. Die meisten Fahrgäste waren Jugendliche auf einem Schulausflug. Nach Angaben der Ermittler war die Auto- und Personenfähre extrem überladen und bei einem scharfen Kurswechsel gekentert.

Gegen den Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen vorsätzlicher Tötung erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, nichts für die Rettung der Passagiere unternommen zu haben.

dpa

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