Zwischenfälle an Silvester

Sex- und Raub-Attacken mitten in Köln: 35 Opfer in einer Nacht?

Köln - In der Silvesternacht ist es in Köln zu zahlreichen Übergriffen mitten in der Stadt gekommen. Opfer wurden sexuell angegriffen und ausgeraubt. Es gab nun erste Festnahmen.

Die Polizei hat in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs fünf Männer festgenommen, die Frauen bedrängt und Reisende bestohlen haben sollen. Derzeit werde geprüft, ob sie auch für eine Reihe ähnlicher Übergriffe in der Silvesternacht verantwortlich sind, teilten die Beamten am Sonntag mit.

Zum Jahreswechsel hatte eine Gruppe mit einer ähnlichen Masche Geldbörsen und Telefone in Köln gestohlen. Im Getümmel rund um den Dom und am Bahnhof sollen sie Frauen zur Ablenkung umzingelt und angefasst haben. In einigen Fällen wurden die Frauen nach Polizeiangaben auch unsittlich berührt.

Wie die Bild berichtet, haben bereits mehr als 30 Menschen Anzeige erstattet. Sie sollen teils an den Brüsten und im Intimbereich betatscht worden sein. Eine Frau sei nach eigenen Aussagen so hart angegangen worden, schreibt die Bild, dass ihre Strumpfhose und Slip zerrissen wurden. Möglicherweise ein Ablenkungsmanöver für die Raub-Übergriffe. Der Express berichtet sogar von 35 Betroffenen.

Dem Express schildert eine Kölnerin in drastischen Worten: "Wir liefen dann durch diese Männergruppe. Es tat sich eine Gasse auf, durch die wir liefen. Plötzlich spürte ich eine Hand an meinem Po, dann an meinen Brüsten, schließlich wurde ich überall begrapscht. Es war der Horror. Obwohl wir schrien und um uns schlugen, hörten die Typen nicht auf. Ich war verzweifelt und glaube, dass ich rund 100 Mal auf den knapp 200 Metern angefasst wurde."

Nach der Silvesternacht richteten die Beamten eine Ermittlungsgruppe ein. Sie wertet Videoaufnahmen aus.

dpa/mm

Rubriklistenbild: © dpa

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