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Dieses T-Shirt im OTTO-Online-Handel sorgt zur Zeit für Kritik.

"In Mathe bin ich Deko"

Sexismus? OTTO-Shitstorm wegen dieses Shirts

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Hamburg - Sexismus-Vorwürfe gegen OTTO: Der Versandhandel hat mit einem Mädchen-Shirt mit dem Aufdruck "In Mathe bin ich Deko" für einen Sturm der Entrüstung gesorgt.

Gerade erst ist es stiller geworden in der Sexismus-Debatte in Deutschland, da tritt der Hamburger Versandhandel OTTO in ein saftiges Fettnäpfchen. Ein blaues T-Shirt für Mädchen mit dem roten Aufdruck "In Mathe bin ich Deko" hat eine Welle der Kritik gegen den Konzern ausgelöst. Wird hier mal wieder das Bild des als Zierde fungierenden weiblichen Geschlechts gefestigt? Zumindest wird das Klischee von naturwissenschaftlich eher weniger begabten Frauen bedient - freilich mit einem Augenzwinkern. Doch darüber können viele offenbar nicht lachen.

Shitstorm auf Facebook und Twitter

Auf der Facebook-Seite von OTTO überschlagen sich erzürnte User mit kritischen Kommentaren. "Durch diesen Spruch wird der Eindruck vermittelt, dass Mädchen in der Naturwissenschaft nur wegen ihr Aussehen eine Daseinsberechnung haben, nämlich als Dekoration zur Ergötzung der männlichen Mitlerner", erklärt ein Facebook-User seine Verärgerung.

"Sexistischer Mist", "Sauerei" und "hinterwäldlerische Frechheit" sind noch harmlose Beispiele für die Missbilligung des Shirts. Manche fordern die sexistische Kinderkleidung aus dem Sortiment zu nehmen. Und auch Eltern, die das T-Shirt kaufen und ihren "Kindern einen Stempel aufdrücken", kommen nicht ungeschoren davon. 

Ähnliche Reaktionen zeigen sich bei Twitter, vorallem unter dem Hashtag #otto, vereinzelt auch unter dem bekannten Stichwort #aufschrei.

Doch es gibt auch andere Stimmen, die das T-Shirt einfach nur witzig finden und die Kritiker als "Moralapostel" bezeichnen. "Lasst mal die Kirche im Dorf" fordern die einen und verstehen die ganze Aufregung nicht. Andere werten die Diskussion als "übersteigerten Feminismus", und raten den Kritikern das ungeliebte Stück schlicht nicht zu kaufen. Ein anderer User versucht es mit Sarkasmus und schreibt: "Ich verbrüderle mich...".

Die Stellungnahme von OTTO

Der Konzern hat mittlerweile auch auf seiner Facebook-Seite auf die Kritik reagiert. Dort heißt es in einer Stellungnahme: "Wir haben verstanden, dass einige von euch sich offensichtlich verletzt fühlen. Dies war nicht unsere Intention, zumal diese Kollektion aus der Feder von Frauen entstanden ist." Offenbar seien die T-Shirts bislang bei vielen Kunden "super angekommen", so Otto und es werde um Verständnis für die unterschiedliche Interpretation der Sprüche gebeten. "Viele Grüße euer Social Media-Team".

Doch auch diese Stellungnahme konnte die aufgebrachten User nicht besänftigen - im Gegenteil: Der Shitstorm ging erst richtig los. Das Statement wird als "windelweiche PR" und "dumme Copy-and-Paste-Antwort" bezeichnet. Andere fordern sogar den Boykott des Versandhandels. So schreibt ein anderer Facebook-Nutzer:  "Nie wieder bestellen bei otto verschand!"

T-Shirt nicht mehr im Online-Handel

Inzwischen ist das T-Shirt übrigens nicht mehr auf der Online-Seite des Versandhandels zu finden. Grund sei nicht die Kritikwelle der Verbraucher, betonte OTTO auf Anfrage. Der Artikel sei mittlerweile schlichtweg ausverkauft, so die Aussage des Hamburger Unternehmens. Man habe aber niemanden verletzen wollen, sagte eine Sprecherin.

OTTO Österreich dagegen hat den Artikel bewusst aus dem Sortiment genommen: „Wir haben veranlasst, dass dieses T-Shirt aus unserer Kollektion genommen wird“, teilte eine Sprecherin mit.

OTTO ist nicht der erste Konzern, gegen den sich ein sogenannter Shitstorm im Internet richtet. Auch Schlecker, die Deutsche Bahn, Nestlé und viele andere Firmen mussten ähnliche Empörungsstürme überstehen.

Die größten Shitstorms

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vh

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