Sexualtäter soll nach Haftentlassung Kind missbraucht haben

Münster - Ein erst vor kurzem aus der Haft entlassener Sexualstraftäter aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen soll ein fünfjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft sexuell missbraucht haben.

Der 69 Jahre alte Beschuldigte habe bereits eine 14-jährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs einer Sechsjährigen und versuchten Mordes mit anschließender Sicherungsverwahrung verbüßt und war erst Ende Mai aus der Haft entlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Donnerstag mit.

Nach bisherigem Ermittlungsstand wohnte das Kind im selben Haus wie der Tatverdächtige und hatte dessen Lebensgefährtin mehrfach in der gemeinsamen Wohnung besucht. Dort soll der Mann das Mädchen unsittlich berührt und es zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben. Am vergangenen Wochenende erzählte das Mädchen seinem Vater von den Vorfällen.

Der Beschuldigte wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstag vorläufig festgenommen, machte zu den Vorwürfen aber keine Angaben. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Nachdem seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung durch Beschluss des Bundesgerichtshofes im Mai aufgehoben worden war, wurde der 69-Jährige in ein Programm des Landes NRW zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern aufgenommen. Mitte Juni wurden die Lebensverhältnisse des entlassenen Sexualtäters erstmals von der Polizei überprüft. Ende November erfolgte eine weitere Überprüfung. Das Landeskriminalamt, die Führungsaufsichtsstelle des Landgerichts Münster und die Kreispolizeibehörde Steinfurt sahen kein hohes Rückfallrisiko.

dapd

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