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Shanghai beginnt zweite Lockdown-Phase: Lokalregierung gibt Fehler zu – auch viele deutsche Firmen betroffen

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Von: Christiane Kühl, Sven Hauberg

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Ein Arbeiter in Schutzkleidung geht im Bezirk Jing‘an in Shanghai neben Absperrungen entlang, die ein Viertel, das als Maßnahme gegen das Coronavirus abgeriegelt wurde, von der Straße trennen.
Ein Arbeiter in Schutzkleidung geht im Bezirk Jing‘an in Shanghai neben Absperrungen entlang, die ein Viertel, das als Maßnahme gegen das Coronavirus abgeriegelt wurde, von der Straße trennen. © Hector Retamal/AFP

Ein Teil der chinesischen Metropole Shanghai befindet sich bereits im Lockdown, die Fallzahlen steigen. Das Gesundheitswesen ist gefährdet. Daher räumte die Lokalregierung Fehler ein

Update vom 1. April 2022, 12 26 Uhr: In Shanghai hat die zweite Phase des stadtweiten Lockdowns begonnen. Seit Freitagmorgen gilt nun auch im Westen der26 Millionen Einwohner-Metropole Puxi eine Ausgangssperre. Bis Montag dürfen die Menschen dort ihre Wohnungen nur für Covid-19-Tests verlassen. Zwar endete offiziell die erste Stufe des seit Montag geltenden Lockdowns in Pudong östlich des Huangpu-Flusses. Allerdings verhängten die Behörden dort am Donnerstagabend bereits wieder neue Beschränkungen. Für viele Wohnblocks und Nachbarschaften bleiben abgeriegelt, wenn dort während der Massentests der vergangenen Tage Infektionen gefunden wurden.

Umgekehrt sind auch in Puxi bereits vorher einzelne Quartiere und Viertel abgeriegelt gewesen. Manche Anwohner berichten, dass sie ihre Wohnung bereits seit 14 Tagen nicht mehr verlassen können. Manche Wohngebiete verhängten alle zwei Tage einen neuen 48-Stunden-Lockdown. Die Planbarkeit ist für die Bürger minimal. In sozialen Medien äußerten Shanghaier teilweise deutliche Kritik an den Regierungsmaßnahmen der vergangenen Tage. Shanghai gab am Freitag rund 5000 Neuinfektionen bekannt. Allerdings zeigten nur gut 350 der Betroffenen auch Symtpome.

Auch deutsche Firmen in China spüren die Auswirkungen der Lockdowns. Die Corona-Präventionsmaßnahmen führen demnach dazu, dass 51 Prozent der Unternehmen in einer Blitzumfrage der Außenhandelskammer (AHK) China eine vollständige Störung oder schwerwiegende Auswirkungen auf Logistik, Lagerhaltung und Lieferketten meldeten. «Was Unternehmen jetzt brauchen, sind Anzeichen von Stabilität. Wir ermutigen die chinesische und europäische Führung, auf dem am Freitag tagenden EU-China-Gipfel positive Signale zu senden, um zum Weltfrieden beizutragen», teilte der Kammer-Vorstand am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Shanghaier Stadtregierung gibt Fehler zu

Update vom 31. März 2022, 15.01 Uhr: Angesichts wachsenden Unmuts unter den Einwohnern Shanghais über den überraschend und kurzfristig verhängten Zwei-Phasen-Lockdown hat die Stadtverwaltung in einem seltenen Schritt Fehler beim Umgang mit der Corona-Pandemie eingeräumt. Die Metropole sei „unzureichend“ auf den jüngsten Corona-Ausbruch vorbereitet gewesen, gab am Donnerstag der hohe Beamte Ma Chunlei zu. „Wir akzeptieren aufrichtig jedermanns Kritik und arbeiten hart daran, besser zu werden.“ Ein solches Eingeständnis ist unter Chinas Funktionären extrem selten.

Die überstürzte Lockdown-Planung hatte manche der 26 Millionen Bürger zu Hamsterkäufen verleitet. Das wiederum ließ die Preise in die Höhe schnellen. Chronisch Kranke kamen nicht mehr zu Behandlungen ins Krankenhaus, weil sie auf die Schnelle nicht die nötigen Ausnahmegenehmigungen zum Verlassen der Häuser besorgen konnten. Mindestens zwei Dialyse-Patienten und ein Asthma-Kranker starben deshalb laut Angaben ihrer Angehörigen in Online-Netzwerken.

Angesichts dieser Lage verstärkten sich die Zweifel an Chinas strikter Null-Covid-Strategie. Shanghai wird von Kritikern als weiteres Beispiel dafür gesehen, dass diese dauerhaft nicht funktioniert. Am Mittwoch hatte die amtliche Nachrichtenagentur aber noch einmal darauf hingewiesen, dass es Staatschef Xi Jinping gewesen sei, der persönlich den Null-Covid-Ansatz entwickelt habe. Das lässt eine rasche Aufhebung eher unwahrscheinlich erscheinen.

Shanghai: Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch

Update vom 31. März 2022, 8.38 Uhr: Es sind nur ein paar Tausend Fälle, die jeden Tag registriert werden, aber scheinbar genug, um das Gesundheitssystem an seine Grenzen zu bringen: Da in Shanghai während des zweistufigen Lockdowns immer mehr Corona-Infektionen entdeckt werden, steht die medizinische Versorgung in der chinesischen 26-Millionen-Metropole offenbar „kurz vor dem Zusammenbruch“. Das sagte laut der parteinahen Global Times eine anonyme Quelle im nationalen Gesundheitsamt. Die Zahl der Kranken werde in den nächsten Tagen noch ansteigen. Es werde eine „sehr schwere Aufgabe für Shanghai“, die Zahl der Fälle zu drücken und die ganze Stadt bis Montag zu testen.

Die Gesundheitskommission in Peking berichtete, in Shanghai allein seien am Mittwoch rund 20 Prozent der landesweit 1800 neuen Ansteckungen und rund 80 Prozent der 6600 Fälle ohne Symptome entdeckt worden. Schwer betroffen ist weiterhin auch die nordostchinesische Provinz Jilin. China verfolgt eine strenge Null-Covid-Politik. So kommt jeder, der positiv getestet wird, in ein Krankenhaus oder in zentrale Quarantäne.

Shanghais Parteichef Li Qiang sagte, die Test-Kapazitäten müssten erweitert und der Bau von Isolationseinrichtungen vorangetrieben werden. Auf dem internationalen Ausstellungsgelände in Pudong im Osten wird bald die größte Quarantäne-Einrichtung mit 15.000 Betten eröffnet. Dort sollen Kranke mit leichten Symptomen oder asymptomatische Fälle aufgenommen werden. In diesem Monat hat die Stadt schon 20.000 Covid-19-Fälle gezählt.

Seit Montag gilt im Osten und Süden der Metropole für Millionen ein Lockdown, der am Freitagmorgen aufgehoben werden soll. Dann werden die gleichen Ausgangssperren für vier Tage im älteren Teil der Stadt westlich vom Huangpu-Fluss verhängt. Die Bevölkerung wird zweimal getestet.

Shanghai: Gerüchte führen zu weiteren Panikkäufen

Update vom 30. März 2022, 18.59 Uhr: Die Gerüchteküche im teilweise abgeriegelten Shanghai läuft heiß. Seit Dienstag schon steckten Bewohner einander zu, dass die Behörden den Lockdown im Westteil der Wirtschaftsmetropole um zwei Tage vorziehen. Das führte bereits zu Panikkäufen. Am Mittwoch dann gingen Meldungen um, man habe tatsächlich überstürzt den Lockdown auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Sogar die Nachrichtenagentur Reuters übernahm zunächst diese Meldung. Doch am späten Mittwochabend berichteten Anwohner, es bleibe beim ursprünglichen Zeitplan. In der ganzen Stadt werden ohnehin immer wieder einzelne Wohnanlagen mit teils Tausenden Menschen für 48 Stunden abgeriegelt, wenn dort positive Fälle aufgetaucht sind.

Die Gerüchte zeigen die wachsende Nervosität in Chinas größter Wirtschaftsmetropole. Die Straßen des Westteils Puxi sind auch ohne Lockdown bereits wie ausgestorben. Viele Geschäfte sind geschlossen, so dass es den Menschen schwer fällt, Vorräte für den Lockdown einzukaufen. Der Unmut vieler Einwohner an den oft sehr kurzfristig angekündigten Maßnahmen wächst.

Obwohl die Bezirke östlich des durch die Stadt strömenden Huangpu-Flusses bereits seit Montag im Lockdown sind, meldeten die Behörden am Mittwoch mit rund 6000 Neuinfektionen allein für Shanghai einen neuen Höchstwert. Von den Betroffenen hatten mit 326 wieder nur die allerwenigsten auch Symptome. Es ist also weiterhin von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Die gute Nachricht: Viele der Positiv Getesteten befinden sich offenbar bereits in Quarantäne, so dass die Infektionen dort auftreten, wo die Behörden sie bereits erwarteten.

Auch die Wirtschaft wird immer stärker betroffen, immer mehr Unternehmen melden Ausfälle. Im Shanghaier Volkswagen-Werk fehlten am Mittwoch Teile, so dass die Produktion gedrosselt werden musste. Generell berichten Manager vor Ort, dass die Logistik in den Lieferketten derzeit das größte Problem ist: Vorprodukte kommen nicht in die Werke hinein, die Produkte nicht in den Markt. Denn selbst Waren und Gegenstände werden immer wieder aufgehalten und auf das Virus getestet. Auch darf derzeit niemand Shanghai verlassen. Den Lockdown umgehen manche Unternehmen damit, dass sie Teile der Belegschaft für die Dauer der Abriegelung auf dem Fabrikgelände einquartiert haben.

Die hochansteckende Omikron-Untervariante BA.2 treibt Chinas jüngste Infektionswelle voran, wobei Shanghai und die nordöstliche Provinz Jilin besonders stark betroffen sind.

Shanghai: Erste Panikkäufe

Update vom 29. März 2022, 9.15 Uhr: Nach dem Beginn des Lockdowns für die Hälfte der Bewohner Shanghais gibt es erste Berichte über Panikkäufe. Auf Bildern vom Dienstag waren leere Regale in einigen Supermärkten der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole zu sehen. Die Regierung meldete landesweit 6886 Neuinfektionen, von denen mehr als 4400 in Schanghai registriert wurden. Es ist erneut ein Höchstwert.

"Nachdem ich heute Morgen keine Lebensmittel einkaufen konnte, bin ich wieder ins Bett gegangen und habe davon geträumt, im Supermarkt einzukaufen", schrieb ein Nutzer auf der Online-Plattform Weibo. "Ich hätte nie gedacht, dass sich die heutige Gesellschaft Sorgen um den Einkauf von Lebensmitteln machen würde."

Shanghais Regierung hatte im Kampf gegen die steigenden Infektionszahlen am Montag einen Lockdown in zwei Schritten für die beiden Hälften der Stadt verhängt. Zunächst dürfen diese Woche knapp sechs Millionen Menschen in den östlichen Stadteilen ihre Wohnungen nur zu den laufenden Massentests verlassen. Ab Freitag (1. April) ist dann der Westen der Stadt dran.

Corona in China: Shanghai nun doch im Lockdown

Erstmeldung vom 28. März 2022: Shanghai/München – Nun also doch: Chinas größte Stadt und Finanzmetropole Shanghai* muss in den Corona-Lockdown. Es ist ein Szenario, gegen das sich die Behörden seit Anfang Februar mit allen Mitteln gestemmt hatten*. Gilt die 26-Millionen-Einwohner-Stadt doch als zu wichtig für die Wirtschaft des Landes. Doch am Ende halfen abgeriegelte Wohnanlagen, massenweise ausgegebene Selbsttests, geschlossene Restaurants und Kontrollen über die lokale Covid-App nicht gegen die hochansteckende Omikron-Variante. Denn Shanghai wurde nach Wochen moderater Infektionszahlen nun plötzlich zum Hotspot des Landes. Bereits am Samstag wurden dort 2631 Corona-Fälle gemeldet, 60 Prozent aller Neuinfektionen in China. Am Montag meldete Shanghai bereits 3500 Neuinfektionen, wobei fast alle Betroffenen demnach wenige oder keine Symptome zeigten.

Nun soll es ein kurzer Lockdown richten, inklusive der in China* üblichen Massentestungen. Dabei spielt Shanghai in die Hände, dass die Stadt durch den Huangpu-Fluss geteilt ist: im Osten das alte Stadtzentrum Puxi, im Westen das hypermoderne Finanzzentrum Pudong mitsamt neuen Retortenstädten, Transrapidstrecke und dem internationalen Flughafen. 5,7 Millionen Menschen in Pudong müssen nun zuerst in den Lockdown, bis zum 1. April. Seit Mitternacht Ortszeit sind alle Verbindungen über den Fluss unterbrochen: Brücken und Tunnel wurden gesperrt, die U-Bahn verkehrt nicht mehr. Die Bezirke westlich des Flusses folgen dann vom 1. bis zum 5. April.

Der Zwei-Schritte-Lockdown sei der Tatsache geschuldet, dass selbst das moderne Shanghai nicht für alle 26 Millionen Einwohner zugleich binnen weniger Tage Massentests organisieren könnte, vermuten Anwohner. Also laufen diese eben für die Stadthälften nacheinander, während beide strikt voneinander abgeriegelt bleiben. Zweck der Sperrung sei es, sicherzustellen, dass das potenzielle Risiko eines Ausbruchs unter Kontrolle gebracht werde, zitierte die South China Morning Post Wu Fan aus dem Shanghaier Covid-19-Expertenteam. „Wir haben festgestellt, dass die Stadt regionale Cluster sowie einige Infektionsfälle hat, die über die Wohnquartiere verstreut sind“, sagte sie der Zeitung.

Shanghai im Lockdown: Wirtschaftliche Engpässe befürchtet

Während des Lockdowns müssen alle Bewohner der jeweiligen Stadthäfte zu Hause bleiben. Essensliefer- und Kurierdienste dürfen aber weiterhin kontaktlose Lieferungen anbieten, um die Grundbedürfnisse zu gewährleisten. Unternehmen innerhalb der Sperrgebiete müssen ihre Tore schließen, das Personal muss so weit möglich von zu Hause aus arbeiten. Der öffentliche Nahverkehr wird ausgesetzt. Wie sich der Lockdown auf Shanghais wichtigen Containerhafen Yanshan und den internationalen Flughafen in Pudong auswirkt, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Die wenigen internationalen Flüge, die China überhaupt zulässt, werden allerdings seit Wochen ohnehin in Nachbarstädte umgeleitet.

In Shanghai haben viele deutsche Unternehmen ihren Sitz; die meisten ihrer Produktionsanlagen befinden sich allerdings außerhalb der Stadtgrenzen in dem zur Provinz Jiangsu* gehörenden Umland. Betroffen sind einige große Industrieparks, etwa der im Westen Shanghais gelegene Chemiepark Caojing, in dem zum Beispiel BASF produziert. Auch ein Werk des Shanghaier VW-Joint Ventures SAIC-Volkswagen steht im äußersten Westen Shanghais in Anting und wird ab Freitag betroffen sein. Der US-Elektroautohersteller Tesla produziert im Ostteil Pudong und hat daher die Fertigung vorübergehend unterbrochen.

Die Unternehmen leiden darunter, dass große Teile ihrer Belegschaft in Quarantäne müssen – oder wegen der Teilung der Stadt nicht zur Arbeit über den Fluss kommen können. VW hatte schon im nordöstlichen Changchun drei Fabriken vorübergehend herunterfahren müssen*. Diese waren am Montag weiterhin geschlossen.

Firmen im verarbeitenden Gewerbe sollten in dem Lockdown aber halbwegs mithalten können, erwartet die EU-Handelskammer in China (EUCCC). „Einige unserer Mitglieder haben bereits Produktionspläne erstellt, bei denen das Betriebspersonal bis zu sieben Tage auf dem Werksgelände bleibt, bevor ein neues Team übernimmt“, sagt EUCCC-Präsident Jörg Wuttke zu Merkur.de*. Schwieriger werde es für den Dienstleistungssektor, warnt Wuttke. Die Zuversicht der Firmen gehe zurück, und viele Jobs würden überflüssig. Auch die Lieferketten stünden aufgrund logistischer Unsicherheiten vor großen Herausforderungen..

Shanghai: Die Menschen sind ungehalten

„Neben der Belastung für die Wirtschaft scheint die Bevölkerung weniger bereit zu sein, Lockdowns hinzunehmen, da immer unberechenbarere Maßnahmen der Kommunen das Vertrauen der Bürger in ihre lokalen Verwaltungen untergraben“, so Wuttke. Die sehr kurzfristige Ankündigung des Lockdowns erst am Sonntagnachmittag Ortszeit stieß bei den Shanghaiern auf Ärger und Unverständnis. „Wir verstehen Shanghais Management und Kontrollmaßnahmen wirklich nicht“, sagte ein 59-Jähriger, der vor einem Lebensmittelladen Schlange stand und seinen Namen nur mit Gao angab. „Nach so langer Zeit“ habe die Stadt den Corona-Ausbruch „immer noch nicht unter Kontrolle gebracht, und die Zahlen steigen“.

Bewohner einer Shanghaier Apartmentanlage feiern das Ende des Lockdowns ihrer Wohnungen.
Freude über die Freiheit: Bewohner eines Shanghaier Viertels feiern auf diesem Bild von Mitte Februar das Ende ihres Lockdowns. Gereicht hat die Abriegelung einzelner Quartiere und Wohnanlagen aber offenbar nicht: Nun geht ganz Shanghai in den Lockdown. © VCG/Imago

Ob Chinas Null-Covid-Strategie auch gegen die Omikron-Variante Erfolg haben kann, ist in der Tat ungewiss. „Globale Erfahrungen mit Omikron scheinen darauf hinzudeuten, dass dies nicht funktionieren wird. Wir befürchten daher, dass wir den Beginn einer Omikron-Krise in ganz China erleben könnten“, warnt Jörg Wuttke.

Null-Covid-Politik: China bleibt bisher bei harter Linie

Noch immer reagiert Peking auf regionale Infektionsherde mit drastischen Maßnahmen*. Millionen von Chinesen sind daher derzeit von harten Lockdowns betroffen. In den vergangenen Wochen war die nordostchinesische Provinz Jilin die am schwersten betroffene Region, dort ist neben der Provinzhauptstadt Changchun mit neun Millionen Menschen auch die 4,5-Millionenstadt Jilin abgeriegelt. Die südchinesische Tech-Metropole Shenzhen* meldete derweil Fortschritte. Nach zwei Wochen striktem Lockdown*, sei am heutigen Montag im Wirtschaftsleben eine Rückkehr zur Normalität möglich, teilten die lokalen Behörden mit.

„Natürlich will auch Shanghai den Lockdown weder für Pudong im Osten noch Puxi im Westen auch nur einen Tag länger als notwendig“, sagt Christian Sommer, Geschäftsführer des German Centre, das sich mit Sitz in Pudong um die Belange vor allem kleinerer deutscher Firmen in China kümmert. Mehrere seiner Mitarbeitenden waren am Montag dort bereits beim PCR-Test. „Ob die angekündigten vier bis fünf Tage ausreichen, scheint mir eher zweifelhaft.“ Es scheint, als beginnt die Welle gerade erst anzurollen. (ck/mit Material von AFP und dpa)

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