Wer hat sich die Vatikan-Pornoseite gekauft?

Rom - Im Internet gibt es neue Möglichkeiten, Schweinkram zu verbreiten. Eine entsprechende Seite im Namen des Vatikan ist bereits reserviert. Nur: Für wen und wofür? Die Lösung ist einfach.

Im Internet gibt es seit Dezember einen neuen Rotlichtbezirk. Die Domains für die schlüpfrigen Inhalte enden auf ".xxx". Schon in den ersten Tagen waren mehr als 100.000 Domain-Namen registriert worden, wie der Betreiber ICM Registry eine Woche nach dem Start mitteilte. Im xxx-Bereich des Internets dürfte es demnächst so ziemlich alles zu sehen geben, was die erotischen Gelüste der Nutzer befriedigt - außer Kinderpornografie, wie der Betreiber verspricht.

Mittlerweile ist auch die Domain "vatican.xxx" vom Markt. Eine Pornoseite für den Vatikan? Das sorgt für Diskussionen. Auf der Webseite ist bislang nur zu lesen: "Diese Domain ist von der Registrierung ausgeschlossen. Copyright 2011 ICM Registry LLC". Bleibt die Frage, wer die Seite für sich beansprucht und was darauf zu sehen sein wird.

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Der Vatikan selbst dementiert, dass er sich die Seite gesichert hat, um Schindluder im Namen des Herrn vorzubeugen. Die neue Domain sei zwar tatsächlich nicht mehr verfügbar, sie sei aber von anderer Seite erworben worden, nicht jedoch vom Vatikan, erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi zuletzt. Das heizte die Spekulationen aber nur noch mehr an.

Die Lösung ist am Ende ganz einfach: ICM Registry hat die Seite schlichtweg nicht zum Verkauf freigegeben. "Niemand kann sich diesen Namen kaufen",  sagt Unternehmenssprecherin Jocelyn Johnson.

tz

Rubriklistenbild: © dapd

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