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Es sollte ein Fußballfest werden - doch es kam zur Katatrophe. Insgesamt forderte die Massenpanik im Nyayo-Nationalstadion sieben Tote.

Sieben Tote bei Panik in Fußballstadion

Nairobi - Bei einer Massenpanik während eines Fußballspiels in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind am späten Samstagabend sieben Menschen ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Rettungsdienste wurden 20 Fußballfans verletzt, als zahlreiche Zuschauer ohne Karten versuchten, in das Nyayo-Nationalstadion zu gelangen, um die Begegnung der Erstligavereine Gor Mahia und AFC Leopards zu sehen. “Das Eingangstor war von Menschenmassen umlagert und es war für die Rettungsfahrzeuge unmöglich, durchzukommen“, sagte Andrew Suleh , der leitende Rettungsarzt.

Mindestens eines der Opfer, eine junge Frau, sei gestorben, weil die Hilfe nicht schnell genug zu ihr kam, sagte er. “Ihre letzten Worte waren: “Warum tut ihr denn nichts“, ehe sie das Bewusstsein verlor.“ Der Notfall-Eingang sei entgegen der Vorschriften geschlossen gewesen, so dass die Ambulanzfahrzeuge nur den Haupteingang nutzen konnten.

Bilder aus Nairobi

Massenpanik in Stadion -sieben Tote

Augenzeugen berichteten, dass weder Ordnungskräfte des Stadions noch die Polizei die ins Stadion drängende Menge kontrolliert hätten. Die Wartenden seien von anderen Fans, die ins Stadion wollten, niedergetrampelt worden. “Die Leute drängten gegen das Tor, bis es nachgab. Viele Menschen rissen mich nieder“, sagte ein Überlebender dem Rundfunksender “Capital FM“.

Zum Zeitpunkt des Unglücks war das Spiel bereits angepfiffen und die meisten Stadionbesucher hatten keine Ahnung, was im Eingangsbereich vor sich ging. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie für 15 Minuten und ließ das Spiel anschließend fortsetzen.

Der Weltfußballverband FIFA lässt das Nyayo-Stadion aus Sicherheitsbedenken nicht für internationale Begegnungen zu, nachdem bei einem Qualifikationsspiel für den Afrika-Cup im Jahr 2005 ein Fan bei einer ähnlichen Stadionpanik ums Leben kam.

dpa

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