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In Indien sind bei einem Zugunglück mindestens 30 Menschen getötet worden.

50 Verletzte

Signal übersehen: 30 Tote bei Zugdrama in Indien

Neu Delhi - Bei einem Zugunglück im Norden Indiens sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Lokführer hat am Bahnhof in Banchrawa offenbar ein Signal übersehen.

Drama in Indien: Ein Lokführer hat am Bahnhof in Banchrawa im Bundesstaat Uttar Pradesh ein Signal übersehen, wie Bahnsprecher Neeraj Sharma am Freitag sagte. Deswegen seien zwei voll besetzte Waggons des Expresszuges von Dehradun nach Varanasi entgleist. Bei dem Unfall seien auch etwa 50 Menschen verletzt worden.

Die beiden Waggons seien ineinander verkeilt und verbogen, sagte Sharma weiter. „Die Rettungskräfte hatten Probleme, die Menschen aus den Abteilen zu retten und die Leichen zu bergen. Sie brauchten mehr als sechs Stunden.“ Nur mit Hilfe von Schneidbrennern und Kränen konnten die Helfer zu den Eingeklemmten vordringen.

Zum Hergang des Unglücks gab es zunächst verschiedene Versionen, wie die indische Nachrichtenagentur IANS berichtete. In einer Mitteilung der Bahn habe es zunächst geheißen, der Zug sei hinter dem Haltesignal in einen Sandhaufen gefahren. Ein Sprecher der Bahn hingegen habe erklärt, der Lokführer habe die Notbremse gezogen und daraufhin sei der Zug entgleist.

Minister: Infrastruktur modernisieren

Das Eisenbahnministerium versprach den Angehörigen der Toten jeweils 200.000 Rupien, das entspricht rund 3000 Euro. Eisenbahnminister Suresh Prabhu erklärte auf Twitter, er werde alles daran setzen, um die marode Infrastruktur zu modernisieren.

Indien hat eines der längsten Schienennetze der Welt; jeden Tag fahren mehr als 20 Millionen Menschen mit den Zügen. Dabei ereignen sich jedes Jahr schwere Unfälle mit vielen Toten.

dpa

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