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Nach mehr als zehn Jahren ist das "Insekt des Jahres" wieder ein Schmetterling: und zwar der Silbergrüne Bläuling.

Eine fliegende Schönheit

Das ist das Insekt des Jahres

Berlin - Der Schmetterling Silbergrüne Bläuling ist das „Insekt des Jahres 2015“. Warum die fliegende Schönheit gemeinsame Sache mit Ameisen macht:

Der Tagfalter sei ein besonders schönes Tier, sagte Jury-Sprecher Wohlert Wohlers zur Begründung der Wahl. Insektenkundler verliehen den Titel am Montag in Berlin.

Die Männchen sind farbenfroh: Ihre Flügel sind außen silbern und werden zum Körper hin grünblau. Die Weibchen sind bräunlich mit kleinen Punkten.

In Deutschland kommen die Tagfalter laut Wohlers hauptsächlich im Süden vor, beispielsweise in den Alpen oder auf der Schwäbischen Alb. Außerdem gehören die Schweiz, Österreich, Nordspanien, Italien und Frankreich zu ihrem Verbreitungsgebiet. Die Silbergrünen Bläulinge bevorzugen kurze Magerrasen mit hohem Blütenreichtum.

Sehen kann man den Schmetterling meist im Juli an schönen Tagen. „Wenn die Sonne einigermaßen hoch gestiegen ist, dann fängt er an zu fliegen.“ Am Abend könne man sogar kleine Gruppen der Tiere sehen. Sie lassen sich dann zum Übernachten nieder.

Der Titel „Insekt des Jahres“ wird jedes Jahr von einem Kuratorium renommierter Forscher vergeben. Sie wollen auf die weltweit artenreichste Gruppe von Tieren aufmerksam machen. „Insekten sind viel mehr als Schädlinge oder lästige Tiere“, sagte Volker Mosbrugger, Chef der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung und Schirmherr der Aktion. Im vergangenen Jahr hatte die einen Zentimeter lange Goldschildfliege das Rennen gemacht.

Insgesamt gibt es in Mitteleuropa rund 50 Arten von Bläulingen. Viele von ihnen gehen mit Ameisen ein Symbiose ein - auch der Silbergrüne Bläuling. Der Deal: Die Schmetterlingsraupen versorgen die Ameisen mit einem süßen Sekret. Als Gegenleistung halten diese den Raupen Feinde vom Leib, etwa Wespen, die ihre Eier in die Raupen legen wollen. Das klappt aber nicht immer: Trotz Beschützer werden viele Opfer von Parasiten.

dpa

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