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Skandal um Bankdaten: Call-Center in Lübeck durchsucht

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Kiel/Lübeck - Im Skandal um die Weitergabe von Bankdaten haben Ermittler ein Call-Center in Lübeck durchsucht.

"Dabei sind gestern Abend Computer mit Daten sichergestellt worden", sagte Staatsanwaltschaftssprecher Klaus-Dieter Schultz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Diese Daten müssen jetzt ausgewertet werden." Die Durchsuchung geht auf eine Strafanzeige zurück, die der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert erstattet hatte. Zu den Angaben, die der beschuldigte Geschäftsführer gemacht habe, wollte Oberstaatsanwalt Schultz nichts sagen. Es handle sich um ein ganz kleines Call-Center.

Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein war eine CD mit Daten von 17 000 Bundesbürgern zugespielt worden. Sie enthält Angaben über Name, Geburtsdatum, Adresse, Kontoverbindungen und Telefonnummern - Daten, die für Abbuchungen und Geschäftsabschlüsse am Telefon genutzt werden könnten. Die CD ist nach Expertenansicht nur die "Spitze eines Eisbergs". Die Daten sollen von einer Firma in Viersen (Nordrhein- Westfalen) auch an das Call-Center in Lübeck weitergegeben worden sein. "Wir haben den Hinweis, dass diese 17 000 Daten wirklich nur Bodensatz sind", sagte Datenschützer Weichert der dpa. "Es gibt offensichtlich auch bei diesem Call Center sehr, sehr viel mehr Daten, die auch genau zu den gleichen Zwecken genutzt wurden."

Seine Behörde werde mit Anfragen überhäuft, sagte Weichert. Viele Bürger befürchteten, dass auch ihre Daten auf der CD sein könnten. Weichert verwies darauf, dass Daten auch dann bei Call-Centern gespeichert sein können, wenn sie nicht auf dieser CD sind. "Wir sammeln alles und arbeiten das auch ab.

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