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Reinhard Kleindl in 185 Metern Höhe vor der Frankfurter Skyline.

Seiltanz in 185 Metern Höhe

Auf der Slackline zum Weltrekord

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Frankfurt - Beim fünften Wolkenkratzer-Festival in der Mainmetropole wagt der Österreicher Reinhard Kleindl einen Seiltanz in schwindelerregender Höhe. Sein Ziel: ein neuer Weltrekord.

Im Sommer begegnet man in den Stadtparks oft jungen Menschen, die ein Gurtband locker zwischen zwei Baumstämmen gespannt haben und versuchen darüber zu laufen, ohne dabei herunterzufallen. Wenige Zentimeter über der weichen Wiese gespannt, ist der Seiltanz schon eine enorme Herausforderung: Ohne höchste Konzentration und extreme Körperbeherrschung kommt man keinen Meter weit. In 185 Metern Höhe über eine Distanz von 30 Metern hat diesen Balance-Akt noch nie jemand gewagt. Bis heute.

Der Österreicher Reinhard Kleindl (32) will beim fünften Wolkenkratzer-Festival in Frankfurt einen neuen Weltrekord aufstellen. Der Adrenalin-Junkie aus Graz ist eigentlich Physiker, aber das Laufen auf dem Trendsport-Gerät ist seine Leidenschaft.

Sehen Sie in der Bilderstrecke seinen Probelauf vom gestrigen Samstag.

Weltrekord-Versuch: Slackline-Lauf in 185 Metern Höhe

Weltrekord-Versuch: Slackline-Lauf in 185 Metern Höhe

Die Innenstadt Frankfurts verwandelte sich in eine Bühne für Seiltänzer und Sandburgenbauer, Musiker und Artisten. Trotz winterlicher Temperaturen und dem Fußball-Champions-League-Finale waren die Straßen am Samstag proppenvoll - rund 900 000 Besucher kamen nach Angaben des Veranstalters, Hitradio FFH. Bei Dauerregen und grauem Himmel ging es am Sonntag zwar ruhiger zu, viele Menschen kamen aber trotzdem - mit Regenschirm und -jacke. Manche lockte auch der verkaufsoffene Sonntag.

„Man macht eben das Beste aus der Situation“, sagte FFH- Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth. Trotz des schlechten Wetters hätten nur wenige Programmpunkte abgesagt werden müssen. So verzichtete etwa das Skyline-Symphony-Orchester wegen seiner wertvollen Streichinstrumente lieber auf seinen Auftritt unter freiem Himmel. Auch einige Artisten traten aus Sicherheitsgründen seltener auf als geplant. Insgesamt standen bei dem „höchsten Fest des Landes“ mehr als 120 kostenlose und öffentliche Veranstaltungen auf dem Plan.

Wer einen seltenen Blick aus einem der 18 Wolkenkratzer werfen wollte, die bei dem Festival ausnahmsweise ihre Türen für die Besucher öffneten, brauchte eine der 80 000 Karten, die zuvor im Internet vergeben worden waren. Ob trotz der schlechten Sicht am Sonntag auch die meisten kamen, war zunächst unklar. In einzelne Gebäude konnten Besucher aber auch ohne Karten in die oberen Etagen. Ungewohnte Blicke aus der Vogelperspektive boten außer den Hochhäusern auch riesige Kräne und Plattformen.

Zwischen Häuserschluchten zeigten Artisten ihr Können. Auf Motorrädern sprangen Biker über Rampen. Base-Jumper stürzten sich mit Fallschirmen von Hochhäusern. Bei vielen Attraktionen holten sich Besucher selbst einen Adrenalin-Kick: Sie hangelten sich durch einen Kletterpark oder sprangen neben dem Opernturm an Bungee-Seilen in die Tiefe.

Ein Künstler baute die Skyline der Bankenstadt aus mehreren Tonnen Sand nach. „Das könnte wochenlang halten“, berichtete Sandburgenbauer Jeroen van de Vlag. An einer Fassade nahe der Hauptwache spielten Menschen vertikal Fußball, aufgehängt an Seilen. Im Hintergrund tönten Hip-Hop-Beats. Auf den beiden Bühnen traten etliche Künstler auf, von Otto über Nena und Status Quo bis zu dem Opernsänger Paul Potts, der zu Beginn eines Feuerwerks am Samstagabend auftrat.

hn/dpa

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