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Die Retter setzten Lawinensuchhunde ein, um die Verschütteten zu bergen.

Foto zeigt Tourengeher kurz vor dem Unglück

So lief das verheerende Lawinen-Drama in Tirol ab

Innsbruck - Die Experten des Tiroler Lawinenwarndienst haben das Lawinen-Drama in Tirol mit fünf Toten untersucht. Obwohl die Tourengeher mit Airbags ausgerüstet waren wurden sie verschüttet.

Es ist das schlimmste Lawinenunglück in Tirol seit 2009. Am Samstagmittag wurden nach neuesten Informationen insgesamt 20 Skitourengänger verschüttet. Eine riesige Schneebrettlawine hatte sich in den Tuxer Alpen unterhalb des Geiers gelöst und zwei Gruppen unter sich begraben.

Foto zeigt die Tourengeher kurz vor dem Abgang

Mitarbeiter des Tiroler Lawinenwarndienstes waren zufällig im selben Gebiet unterwegs. Ein Lawinenexperte fotografierte sogar die Unglücks-Tourengeher am Talboden, als sie in Richtung Geier unterwegs war. Das Foto ist auf dem Blog des Lawinenwarndienstes Tirol zu sehen.

Laut den Experten hatte eine 12-köpfige Tourengeher-Gruppe den späteren Unglückshang bereits ohne Probleme durchschritten. Nach der Abfahrt stiegen sie noch einmal hinauf. Inzwischen befand sich acht weitere Tourengeher auf dem Weg nach oben. Kurz vor der steilsten Stelle beschlossen sie, einzeln den Hang zu queren - bei Tourengeher eine bekannte Sicherheitsmaßnahme um die Schneedecke nicht an einer Stelle übermäßig zu belasten. Trotzdem löste sich dann eine gewaltige Schneebrettlawine, die beide Gruppen unter sich begrub.

Bis zu 3,2 Meter tief verschüttet

Die Lawine riss auf rund 2700 Metern Höhe ab und donnerte 500 Meter den Hang hinunter. Nach den Informationen der Lawinenexperten hatten wohl alle Verschütteten Lawinenairbags bei sich - und diese wahrscheinlich auch gezündet. Die fünf verstorbenen Tourengeher wurden zwischen 1,2 und 3,2 Metern tief verschüttet. Einige Tourengeher konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien, andere konnten mit LVS-Suchgeräten geortet und ausgegraben werden.

Kritische Schneeschicht eine der Ursachen

Grund für den Lawinenabgang war eine bodennahe schwache Schneeschicht. Diese sorgt derzeit in vielen Regionen für prekäre Bedingungen - zur Zeit des Unglücks in Tirol herrschte Lawinenwarnstufe drei. Eine der Gruppe, alles Tourengeher aus Tschechien, hatte vor dem Unglück auf einer Berghütte übernachtet. Der Gastwirt hatte alle mehrfach auf die drohenden Gefahren hingewiesen und ihnen von der geplanten Tour abgeraten, so Martin Waldhart von der örtlichen Bergrettung. Die Tschechen hätten sich in einer "absoluten Risikozone" bewegt.

mb/AFP

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