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Im Juli wurde der berühmte Löwe Cecil aus dem Hwange Nationalpark bei einer Großwildjagd von Zahnarzt Walter Palmer (links) getötet. 

Zahnarzt Walter Palmer gibt erstes Interview

Wieder da: So rechtfertigt sich der Jäger, der Cecil tötete

Bloomington - Er war untergetaucht: In einem Interview rechtfertigt Zahnarzt Walter Palmer den Tod des Löwen Cecils bei einer Jagd - und geht auf Tierschützer los. Seine Praxis eröffnet er wieder.

Er ist wieder da: Monatelang hatte sich Zahnarzt Walter Palmer aus Bloomington im US-Staat Minnesota nicht in seiner Praxis blicken lassen. Grund waren Drohungen und ein Shitstorm nach dem Tod des berühmten Löwen Cecil aus dem Hwange Nationalpark in Simbabwe. Palmer wird

für den Abschuss des Löwen verantwortlich gemacht

und will anscheinend jetzt einiges klar stellen. Der Zeitung "Minneapolis Star Tribune" gab er nun ein ausführliches Interview. Entspannt soll es dabei aber nicht zugegangen sein: Mit den Journalisten im Raum war ein Anwalt, Tonbandaufnahmen waren untersagt.

Er habe sich aus "Sicherheitsgründen" zurückgezogen und Familienmitglieder und Freunde besucht, so Palmer über seine Auszeit. Für seine Familie sei die Zeit besonders hart gewesen: "Sie wurden in sozialen Medien bedroht", erzählt der 55-Jährige. Gegen den Protest von Tierschützern auch vor seinem Haus und gegen seine Familie wetterte er: "Ich verstehe nicht, wie man Menschen derart angehen kann, die in der Sache gar nicht involviert waren." Sowohl seine Frau als auch seine Tochter hätten sich bedroht gefühlt. Er sei aber nicht abgetaucht, sagte Palmer: "Ich war nicht in der Öffentlichkeit. Das bedeutet nicht, dass ich mich verstecke."

"Das war eine legale Jagd"

Weiterhin glaubt Palmer, dass er nichts illegales bei der Jagd auf den Löwen gemacht habe: "Hätte ich gewusst, dass dieser Löwe einen Namen hat und für das Land oder eine Studie wichtig war, hätte ich ihn natürlich nicht genommen". Und: "Das war eine legale Jagd auf einen Löwen in Simbabwe." Profis hätten ihn bei der Jagd geholfen und auf die hätte er sich voll verlassen. Zur Tötung des Löwen sagte Palmer nicht viel. Nur dass, nachdem Cecil mit Pfeil und Bogen verletzt war, er den Löwen früher tötete als die von der Presse zitierten 40 Stunden später.

Jetzt wolle er wieder in seiner Praxis arbeiten, sagte Palmer zu seinen Plänen. "Ich habe viele Angestellte und mir tut es etwas leid, dass ihre Leben gestört wurden. Ich bin ein Profi im Gesundheitswesen. Ich muss zurück zu meinen Angestellten und Patienten - und die wollen mich zurück. Das ist der Grund, warum ich wieder hier bin.

mb

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