Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes ist rasant gestiegen. Foto: Daniel Karmann
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Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes ist rasant gestiegen. Foto: Daniel Karmann
Durch die Elektrounterstützung fahren wieder mehr ältere Menschen Rad. Wegen abnehmender Reaktionsfähigkeit gilt diese Gruppe als besonders gefährdet. Foto: Hauke-Christian Dittrich
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Durch die Elektrounterstützung fahren wieder mehr ältere Menschen Rad. Wegen abnehmender Reaktionsfähigkeit gilt diese Gruppe als besonders gefährdet. Foto: Hauke-Christian Dittrich
Neben einem Lastwagen gerät ein Radler schnell in den toten Winkel und damit in Lebensgefahr. Foto: Arno Burgi
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Neben einem Lastwagen gerät ein Radler schnell in den toten Winkel und damit in Lebensgefahr. Foto: Arno Burgi
Es fehlt an Infrastruktur für den Radverkehr. Foto: Paul Zinken
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Es fehlt an Infrastruktur für den Radverkehr. Foto: Paul Zinken
Ein so genanntes Geisterfahrrad erinnert an einer Straßenecke in Berlin an einen tödlichen Unfall. Foto: Tobias Kleinschmidt
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Ein so genanntes Geisterfahrrad erinnert an einer Straßenecke in Berlin an einen tödlichen Unfall. Foto: Tobias Kleinschmidt
Pedelecs, die nicht schneller als 25 km/h fahren, brauchen weder Nummernschild noch Versicherung. Und Helmpflicht besteht auch nicht. Foto: Rainer Jensen
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Pedelecs, die nicht schneller als 25 km/h fahren, brauchen weder Nummernschild noch Versicherung. Und Helmpflicht besteht auch nicht. Foto: Rainer Jensen

Trauriger Rekord

So viele Unfälle mit Pedelecs in Deutschland wie noch nie

Immer öfter passieren Unfälle mit Fahrradfahrern, die mit Elektromotor unterwegs sind. 2016 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Was steckt dahinter?

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs in Deutschland hat 2016 einen Rekordwert erreicht. Fahrer von Rädern, die durch einen Elektromotor beim Treten verstärkt werden, waren von Januar bis September in 3214 Unfälle verwickelt.

Dabei kamen 46 Menschen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dies entspricht einer Steigerung um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 2313 Unfälle mit 26 tödlich Verletzten registriert wurden. 

Die Zahl aller Fahrradunfälle zwischen Januar und September stieg nur um rund sechs Prozent von 61 358 (2015) auf 64 964 (2016). Die Statistik gibt alle Unfälle mit Fahrrad-Beteiligung wieder. Welche Rolle der Fahrer beim Unfall spielte, wird nicht erfasst.

Auch die Zahl der Unfälle mit E-Bikes, bei denen der Fahrer gar nicht mehr in die Pedale treten muss und die nicht zu den Fahrrädern zählen, ist um 25 Prozent gestiegen: von 294 Unfällen zwischen Januar und September 2015 auf 367 im ersten Dreivierteljahr 2016.  

Was die Zuwachszahlen bei den Unfällen relativiert: Die Zahl der Elektroräder auf deutschen Straßen hat sich ersten Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr um rund 22 Prozent erhöht. 560 000 Pedelecs und E-Bikes wurden laut Prognose des Zweiradindustrieverbands (ZIV) 2016 verkauft. Sie kommen zu den 2,5 Millionen Elektrorädern hinzu, die schon 2015 einen Anteil von 3,5 Prozent an den 72 Millionen Fahrrädern in Deutschland ausmachten. 

Das Pedelec ist nach Angaben des Leiters der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Siegfried Brockmann, nicht gefährlicher als ein gewöhnliches Fahrrad. Grund für die zunehmende Zahl an Unfällen sei auch, dass immer mehr solcher Fahrräder verkauft würden. Zudem führen durch die Elektrounterstützung wieder mehr ältere Menschen Rad. "Gerade Senioren bilden eine neue Nutzergruppe, die jetzt wieder ungeschützt auf dem Zweirad sitzt", sagte Brockmann.

Die Statistik über Unfälle mit Pedelecs und E-Bikes wird beim Statistischen Bundesamt seit 2014 geführt. 

Zweiradindustrieverband zum E-Bike-Markt

Bundesweite Statistik, Tabelle 1.6, Seite 15

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