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Die Schweizer André Borschberg und Bertrand Piccard wollen mit der ersten Erdumrundung eines Solar-Flugzeuges zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können. Foto: Jean Revillard

Solarflieger zur Erdumrundung gestartet

Abu Dhabi (dpa) - Die mit Spannung erwartete erste Erdumrundung eines Solar-Flugzeugs hat begonnen. Mit dem Schweizer Piloten André Borschberg im Cockpit hob die "Solar Impulse 2" am frühen Morgen vom Militärflugplatz im Golfemirat Abu Dhabi ab.

Die Abenteurer hinter dem Projekt haben eine Mission: Sie wollen eine breite Öffentlichkeit sowie Politiker und Unternehmer zu mehr Einsatz für erneuerbare Energien bewegen.

Ziel der ersten von insgesamt zwölf Flugetappen ist Maskat. In der Hauptstadt des Sultanats Oman erwartet man die Landung am Montagnachmittag. Von dort aus führt die Route in Etappen an insgesamt 25 Flugtagen nach Indien und China bis in die USA. Von New York geht es dann nach Südeuropa oder nach Nordafrika.

Ende Juli oder Anfang August soll die "Solar Impulse 2" (Si2) wieder am Persischen Golf ankommen. Borschberg (62) und der Initiator des Rekordversuchs, der Schweizer Luftfahrtpionier Bertrand Piccard (57), wechseln sich in dem Einpersonen-Cockpit ab. Die härtesten Etappen werden die Überquerungen des Pazifiks und des Atlantiks sein, bei denen der jeweilige Pilot mehrere Tage und Nächte allein in dem Flieger unterwegs sein muss.

Das wichtigste Ziel der Mission sei es, weltweit die Unterstützung für umweltschonende Energien zu verstärken, erklärten Piccard und Borschberg. Sie wollten zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können. "2015 kann zu dem Jahr werden, in dem wir aufhören, unseren Planeten zu zerstören", erklärten die Umweltaktivisten kurz vor dem Start.

Zur Begleitung des Si2-Projekts haben sie die Internet-Plattform "Future is clean" ("Die Zukunft ist sauber") eingerichtet. Ihre Erfahrungen mit der Technologie des Solarfliegers während der Erdumrundung wollen Piccard und Borschberg bei der Weltklima-Konferenz im Dezember in Paris vorstellen.

Angetrieben wird das einsitzige Karbonfaser-Flugzeug von vier Elektromotoren. Mehr als 17 000 Solarzellen zapfen der Sonne die erforderliche Energie ab. Die Zellen sitzen auf den Flügeln mit einer Spannweite von 72 Metern - das ist mehr als bei einem Jumbojet. Gespeichert wird die Solarenergie in Lithium-Batterien. Das Flugzeug soll bis zu fünf Tage und Nächte in der Luft bleiben können.

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