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Im Pariser Viertel La Defense hat ein Unbekannter am Samstag einen französischen Soldaten mit einem Messer in den Hals gestochen.

Wieder brutale Messer-Attacke

Soldat in Paris in den Hals gestochen

Paris - Die grausamen Bilder von dem Messer-Angriff in London am Mittwoch sind noch nicht verarbeitet, da schockiert eine neue Tat: In Paris wurde wieder ein Soldat Opfer einer brutalen Attacke.

Im Pariser Viertel La Defense hat ein Unbekannter am Samstag einen französischen Soldaten mit einem Messer in den Hals gestochen. Der 23-Jährige wurde verletzt, schwebte aber nicht in Lebensgefahr, wie das Innenministerium mitteilte. Der französische Präsident François Hollande erklärte, man prüfe eine mögliche Verbindung zu dem blutigen Mordanschlag auf einen britischen Soldaten vom Mittwoch in London.

Der Angreifer in Paris entkam. Seine Identität sei unbekannt, sagte Hollande bei einer Pressekonferenz während einer Äthiopien-Reise. Er warnte davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Mit Blick auf den Vorfall in London sagte der Präsident: „Es könnte eine Verbindung geben, aber wir werden alle Elemente anschauen.“

Der 23-jährige Soldat war uniformiert mit einer Patrouille in einer Einkaufsgegend in La Defense unterwegs gewesen. Der junge Mann sei von hinten angegriffen worden, sagte Staatsanwalt Robert Gelli in Fernsehinterviews. Der Angreifer habe kein Wort gesagt.

Innenminister Manuel Valls sagte dem Sender France 2: „Es gibt bestimmte Elemente, die einen dazu verleiten könnten anzunehmen, dass es einen Vergleich zu dem geben könnte, was in London passiert ist.“ Valls fügte an: „Aber zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir vorsichtig sein.“

Erst am Mittwoch war in London ein britischer Soldat von zwei Männern mit Messern und einem Fleischerbeil auf der Straße angegriffen und ermordet worden. Der 25-Jährige befand sich unweit seiner Kaserne, der Royal Artillery Barracks in Woolwich in Südlondon.

Der Mordanschlag soll einen islamistischen Hintergrund haben. Danach hatten Behörden bereits die Befürchtung geäußert, es könne zu Nachahmertaten kommen. Französische Sicherheitskräfte befinden sich ohnehin in erhöhter Alarmbereitschaft, seit Frankreich im Januar in den Konflikt in Mali eingegriffen hat. Dort kämpfen französische Soldaten an der Seite der malischen Regierungstruppen gegen die Islamisten im Norden des Landes.

Im vergangenen Jahr hatte ein mutmaßlicher Islamist in Südfrankreich drei französische Fallschirmspringer getötet und anschließend eine jüdische Schule angegriffen. Dort hatte er vier weitere Menschen umgebracht.

AP

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