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Kinder in New York mit einem Informations-Blatt zum Thema Ebola.

Für 21 Tage

Soldaten sollen nach Ebola-Einsatz isoliert werden

Washington - Das US-Verteidigungsministerium stellt Soldaten nach ihrem Einsatz gegen Ebola in Westafrika für 21 Tage unter Quarantäne.

Die bislang nur für das Heer geltende medizinische Beobachtungszeit werde als "Vorsichtsmaßnahme" auf alle Truppenteile ausgeweitet, erklärte Pentagon-Sprecher John Kirby am Mittwoch in Washington. Die Priorität von Verteidigungsminister Chuck Hagel liege "auf der Sicherheit unserer Männer und Frauen in Uniform sowie deren Familien".

Nach neuen Angaben des Pentagon sind rund 980 US-Soldaten im westafrikanischen Liberia stationiert, um bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie zu helfen. Rund 120 weitere US-Militärangehörige befinden sich im Senegal. Insgesamt will die US-Regierung bis zu 4000 Soldaten in die Krisenregion verlegen. Die Einheiten sollen unter anderem Krankenhäuser aufbauen und die Versorgung mit Hilfsgütern sicherstellen. Direkten Kontakt mit Ebola-Patienten sollen die Soldaten nicht haben.

Den Angaben zufolge sollen die Generäle binnen 15 Tagen Vorschläge erarbeiten, wie die Quarantäne umgesetzt werden soll. Das Pentagon begründete das Vorgehen mit der "großen Zahl an militärischem Personal, das zwischen den Heimatstützpunkten und Westafrika unterwegs ist". Angesichts der Risiken hätten auch Soldatenfamilien selbst den Wunsch nach einer Quarantäne geäußert, sagte Hagel bei einer Veranstaltung in Washington.

Verschärfte Vorschriften für zivile Helfer, die aus den Ebola-Gebieten zurückkehren, hatten in den USA zuletzt für Kritik gesorgt. Auch die US-Regierung befürchtete, dass die Quarantäne-Regeln der Bundesstaaten New York und New Jersey Freiwillige vom Einsatz in Westafrika abschrecken könnten. Den strikteren Kurs beim Militär trägt US-Präsident Barack Obama allerdings mit. Bei den Streitkräften gebe es eine "andere Situation" als bei zivilen Helfern, sagte Obama.

Nach den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infizierten sich in Liberia, Sierra Leone und Guinea inzwischen mehr als 10.000 Menschen mit Ebola, fast 5000 von ihnen starben. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen bis zu 21 Tage.

AFP

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