1. Startseite
  2. Welt

Hitze-Alarm in Italien: Amtliche Warnungen in fünf Städten - Eispreis klettert in die Höhe

Erstellt:

Von: Tom Offinger

Kommentare

Hitzewelle in Italien im Jahr 2021
Italien hat wie schon in 2021 mit einer Hitzewelle zu kämpfen (Symbolbild). © picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press | Mauro Scrobogna

Italien hat pünktlich zum Urlaubsstart mit einer großen Hitzewelle zu kämpfen. Während die Temperaturen weiter steigen, geht auch der Preis für einen begehrten Sommersnack hoch.

Rom/München - Der fortschreitende Klimawandel hinterlässt auch 2022 wieder deutlich seine Spuren auf der Welt. Neben Indien trifft nun auch Italien eine heftige Hitzewelle, die das Land zum Start der Sommermonate ordentlich aus der Bahn werfen könnte. Neben der Gefahren für die Menschen macht sich die Hitzewelle der vergangenen Tage auch schon in der Wirtschaft bemerkbar und könnte gerade bei Urlaubern, die in den kommenden Wochen in Richtung Süden aufbrechen, für schlechte Stimmung sorgen.

Hitzewelle in Italien: Temperaturen weit über 30 Grad Celsius

In weiten Teilen Italiens dürften viele Touristen am Sonntag ins Schwitzen gekommen sein. Örtlich wurden Spitzenwerte von knapp unter 40 Celsius erwartet, wie etwa um Palermo auf Sizilien oder Cagliari auf Sardinien. Doch nicht nur im gewohnt warmen Süden des Landes stiegen die Temperaturen in die Höhe, auch in der Hauptstadt Rom und in der Metropole Mailand im Norden des Landes durchbrachen die Thermometer in den vergangenen Tagen die 30-Grad-Grenze. Eine längere Abkühlungsphase soll es laut aktuellster Vorhersagen nicht geben, im Laufe der Woche bleibt es weiter warm.

Das italienische Gesundheitsministerium gab für fünf Städte eine Hitzewarnung aus - was bedeutet, dass dort auch für gesunde Menschen negative körperliche Auswirkungen drohen können. Zu den betroffenen Städten gehörten die Hauptstadt Rom, Perugia (Umbrien), Rieti (Latium), Frosinone (Latium) und Campobasso (Molise/Apenninen). Die Experten rieten, verkehrsreiche Orte zu meiden und sich nur am Vormittag und Abend draußen aufzuhalten. Pünktlich zur Urlaubssaison lockt nun eines der beliebtesten deutschen Reiseziele mit warmen, teils gefährlichen Temperaturen. Durch die beginnenden Pfingstferien in Baden-Württemberg und Bayern dürften schon zahlreiche Urlauber den Weg über den Brenner gefunden haben (einen Überblick aller geltenden Corona-Regeln für den Urlaub in Italien finden sie hier).

Hitzewelle in Italien: Eis beliebt wie nie - aber Preis sorgt für Ärger

Positive Auswirkungen hat die anhaltende Hitzewelle dennoch allemal: Wegen der hohen Temperaturen wird in Italien derzeit laut Landwirtschaftsverband Coldiretti mehr Eis gegessen - allerdings sind die Preise dafür zuletzt deutlich gestiegen. Im Mai sei Eis im Hörnchen oder Becher gegenüber demselben Vorjahreszeitraum etwa elf Prozent teurer gewesen, teilte die Vereinigung unter Berufung auf Daten des Statistikamtes am Sonntag mit.

Die Coldiretti-Experten führten den Anstieg darauf zurück, dass die rund 39.000 Eisdielen in Italien mehr für Energie, Milch, Zucker und Eier ausgaben, was auch am russischen Angriffskrieges in der Ukraine liege. 2021 wuchs der italienische Eis-Markt laut Coldiretti um 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verband hofft, dass sich der Trend mit den wiederkehrenden Touristen nach den schwierigen Corona-Saisons in diesem Jahr fortsetzt. (to mit dpa)

Auch interessant

Kommentare