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In Bayern beginnen die Sommerferien 2014 am 30. Juli.

Beginn und Ende

Sommerferien 2014: Die Übersicht für alle Bundesländer

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München - Wann sind Sommerferien 2014: Berlin und NRW machen den Anfang. Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Niedersachsen. Hier finden Sie den Überblick für alle Bundesländer.

Es ist in jedem Jahr dasselbe: Während die Kinder in Nordrhein-Westfalen oder in Berlin schon in der Eisdiele oder im Freibad die heiße Jahreszeit über sich ergehen lassen, müssen die Schüler in Bayern oder Baden-Württemberg noch büffeln: Denn der Termin für den Beginn der Sommerferien liegt im Norden und Westen Deutschlands traditionell fast einen Monat vor den südlichen Bundesländern. Das ist auch bei den Sommerferien 2014 nicht anders: In NRW und Berlin haben die Schüler bereits seit dem 7 Juli bzw. seit dem 9. Juli Sommerferien. In Bayern beginnen die Sommerferien heuer erst am 30. Juli. In Baden-Württemberg sowie in Bremen und Niedersachsen sogar noch einen Tag später, am 31. Juli. 

Aber warum starten in Bayern die Sommerferien um vier bis sechs Wochen nach denen in den nördlicheren Bundesländern? Der Grund: Im Freistaat orientiert sich die Planung der Ferien – bis auf Ausnahme der Sommerferien – an den christlichen Festtagen. Wegen 14 schulfreier Tage um Pfingsten herum (in der Regel Ende Mai oder Anfang Juni) ist Bayern daher mit den Sommerferien später dran.

Der späte Beginn der Sommerferien in Bayern hat Vorteile und Nachteile. So nutzen viele Familien bereits die Pfingstferien für den großen Jahresurlaub. Denn diese Ferien fallen in die Nebensaison der Urlaubsländer, wenn die Reisen deutlich günstiger sind als in der Hauptsaison. Gleiches gilt für die Sommerferien: Wenn die Schüler in Bayern noch faulenzen, sitzen sie in Berlin und Nordrhein-Westfalen schon wieder in den Klassenzimmern. Und in vielen Urlaubsorten Italiens oder Spaniens ist die günstigere Hauptsaison auch vorbei.

Aber auch der Nachteil des späten Ferienbeginns in Bayern liegt klar auf der Hand: Im Freistaat reichen die Sommerferien schon in den Frühherbst hinein. Wer dann in Jacke und Regenmantel durch das nasskalte Bayern laufen muss, kann mit dem Begriff "Sommerferien" vermutlich nicht mehr viel anfangen. Unwahrscheinlich ist das auch heuer nicht, wenn die Sommerferien bis zum 15. September laufen.

In der Tabelle finden Sie eine Übersicht der Sommerferien für das Jahr 2014.

Land Sommerferien 2014
Baden-Württemberg 31.7. - 13.9.
Bayern 30.7. - 15.9.
Berlin 9.7. - 22.8.
Brandenburg 10.7. - 22.8.
Bremen 31.7. - 10.9.
Hamburg 10.7. - 20.8.
Hessen 28.7. - 05.9.
Mecklenburg-Vorpommern 14.7. - 23.8.
Niedersachsen 31.7. - 10.9.
Nordrhein-Westfalen 7.7. - 19.8.
Rheinland-Pfalz 28.7. - 5.9.
Saarland 28.7. - 6.9.
Sachsen 21.7. - 29.8.
Sachsen-Anhalt 21.7. - 3.9.
Schleswig-Holstein 14.7. - 23.8.
Thüringen 21.7. - 29.8.

In unserem Ferienkalender finden Sie zudem eine Übersicht mit allen Ferienterminen der einzelnen Bundesländer

Sommerferien 2014 bis 2018: Kultusminister einigen sich

Die verschiedenen Bundesländer werden auch künftig nicht vor dem 20. Juni in die Schul-Sommerferien starten. Die Kultusminister der Länder verständigten sich Mitte Juni in Berlin über die neue Terminplanung für die Jahre 2018 bis 2024. Nach einem Einspruch Schleswig-Holsteins wurde der Zeitkorridor für die Gestaltung der unterschiedlichen Ferientermine in den Ländern um einige wenige Tage in den Spätsommer hinein ausgeweitet. Letzter Ferientag ist damit nun der 13. September. Baden-Württemberg und Bayern werden auch weiterhin die späten Ferientermine belegen.

Die Sommerferien-Termine werden von den Bundesländern langfristig nach einem rollierenden System festgelegt: In einem Jahr starten die einen Länder früher, im anderen Jahr die anderen. Das soll Staus auf den Straßen und Engpässe im Tourismus vermeiden und es möglichst allen Eltern und Kindern ermöglichen, in ihren Ferien in den Genuss warmer Hochsommertage zu kommen.

Schleswig-Holstein und auch die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder hatten gegen die ursprüngliche Planung der Kultusminister Einspruch eingelegt. Sie sahen die touristischen und wirtschaftlichen Interessen vor allem der Küstenregionen nicht ausreichend berücksichtigt.

Der jetzt gefundene Kompromiss sieht im Schnitt einen Zeitkorridor von 84,6 Tagen für die Gestaltung der unterschiedlichen Ferientermine in den Ländern vor. Ursprünglich waren im Schnitt nur 81,6 Tage vorgesehen. Die Wirtschaftsminister der Länder und Schleswig-Holstein hatten gefordert, einen Zeitkorridor von 90 Tagen „weitestgehend auszuschöpfen“.

fro/dpa

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