+
Der Mond verdeckt über Lübbecke in Nordrhein-Westfalen einen Teil der Sonne: "Sonnenfinsternis" ist Suchbegriff des Jahres bei Google. Foto: Oliver Krato/Archiv

"Sonnenfinsternis" Suchbegriff des Jahres bei Google

Die totale Sonnenfinsternis begeisterte im März Millionen Menschen in Europa - trotz teils dichter Bewölkung konnten viele einen Blick auf das Naturschauspiel erhaschen. Auch im Internet stieß die Sonnenfinsternis auf viel Interesse.

Berlin (dpa) - Bei Google ist "Sonnenfinsternis" der Suchbegriff des Jahres 2015 in Deutschland gewesen. Die Anfragen nach dem Naturereignis legten am stärksten zu. Das sei für das sehr bewegte Jahr 2015 etwas überraschend, sagte Google-Sprecher Ralf Bremer.

Denn ansonsten beherrschten wie selten zuvor die großen Schlagzeilen die Suchbegriffe des Jahres. In der Rangliste folgten die Begriffe Pegida, Flugzeugabsturz und Paris, die alle für bewegende Ereignisse stehen. Die totale Sonnenfinsternis gab es im März.

Griechenland, "Charlie Hebdo" und Helmut Schmidt kamen der Auswertung zufolge ebenfalls unter die zehn Begriffe, die am meisten zulegten. Aber auch das "Dschungelcamp" (Platz 4) sowie technische Neuheiten wie Apples iPhone 6s (Platz 5) und Microsofts Windows 10 (Platz 10) schafften es in die Top Ten.

Dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Bundeskanzler, SPD-Politiker und "Zeit"-Herausgeber Helmut Schmidt brachten die Menschen hierzulande besonders große Anteilnahme entgegen. Sein Name ist überdies auch auf Platz 4 in der Liste der Deutschen mit den meisten Suchanfragen bei Google zu finden. Außerdem war er der am häufigsten gesuchte Politiker insgesamt - noch vor Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Schlagerstar Helene Fischer sicherte sich unter den deutschen Promis wieder den ersten Platz bei den Suchanfragen, gefolgt vom ehemaligen Formel-1-Champion Michael Schumacher, der TV-Sternchen Daniela Katzenberger und Helmut Schmidt. Justin Bieber führt die Liste der meistgesuchten internationalen Promis an, gefolgt von Taylor Swift, dem Model und Reality-TV-Star Kim Kardashian sowie der Sängerin Ariana Grande.

Als einen Trend ermittelte Google, dass Nutzer immer häufiger auch nach Antworten und Orientierung im Alltag fragten. So wurden in diesem Jahr auch die häufigsten Was-, Wie- und Warum-Fragen ermittelt. "Was koche ich heute?" war demnach die meistgestellte Was-Frage. Beim Wie beschäftigte die meisten Nutzer die Frage "Wie ist meine IP". Die häufigsten Warum-Fragen bewegten sich dagegen laut Google zwischen Philosophie und Biologiereferat: "Warum ist der Himmel blau" und "Warum ist die Banane krumm" führen die Liste an.

Weltweit erfuhr der Suchbegriff Lamar Odom den größten Anstieg im Interesse der Google-Nutzer. Der ehemalige US-Basketball-Star war im Oktober bewusstlos zusammengebrochen. Auf Platz zwei rangiert international die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" nach dem Anschlag von Januar. Es folgt das Browserspiel "Agar.io".

Google Trends

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Studie: Wer viel flucht, ist ehrlicher
München - Während des US-Wahlkampfes ließ Donald Trump gerne mal den einen oder anderen unfeinen Ausdruck fallen. Das könnte ein Grund für seinen Sieg gewesen sein. …
Studie: Wer viel flucht, ist ehrlicher
Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Berlin - Die Polizei hat in Berlin-Pankow einen von Nachbarn als vermisst gemeldeten Rentner tot in dessen Wohnung gefunden - in der Tiefkühltruhe, wo er offenbar seit …
Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Flugverbotszonen für Drohnen und ein "Kenntnis-Nachweis" für ihre Besitzer sollen den Luftraum sicherer machen. Das scheint überfällig, denn in Deutschland gibt es rund …
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien
Rom - Es liegt meterhoch Schnee und es ist eiskalt. Die Menschen in der Erdbebenregion in Mittelitalien sind längst am Rande ihrer Kräfte. Nun bebt der Boden wieder - …
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien

Kommentare