SOS-Kinderdorf in Mogadischu besetzt

Addis Abeba - Nach schweren Gefechten rund um das SOS-Kinderdorf in Mogadischu fordert die Hilfsorganisation die Regierungstruppen auf, das von ihr besetzte Gelände zu räumen.

Die Helfer hatten das Dorf evakuiert, weil es vor wenigen Tagen ins Kreuzfeuer von Soldaten der somalischen Übergangsregierung und der radikalislamischen Al-Schabaab-Miliz geraten war. Seitdem ist das gesamte Viertel von der Armee besetzt und die Helfer können nicht mehr in das Dorf.

Bei den Kämpfen war auch ein SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter durch eine Granate getötet worden. Sein Leichnam konnte laut Mitteilung der Organisation vom Donnerstag bisher nicht geborgen werden. Der SOS-Kinderdorf-Leiter von Somalia Ahmed Ibrahim bat die Regierungstruppen eindringlich, den Körper des getöteten Kollegen freizugeben. “Das ist ein humanitäres Grundrecht“, sagte Ibrahim.

In Somalia wütet seit 20 Jahren ein Bürgerkrieg. Die Übergangsregierung versucht seit Wochen, die Al-Schabaab-Rebellen, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben, aus der Hauptstadt zu vertreiben. Bei den Gefechten kommen auch immer wieder Zivilisten ums Leben.

dpa

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