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Wettrennen ins All: Milliardär Branson gelingt Coup - vor Amazon-Gigant Bezos

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Von: Veronika Arnold

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Weltraumflug von Richard Brandson (70) geglückt.
Der erste Weltraumflug von Richard Brandson (70) ist geglückt. © Screenshot: virgingalactic

Milliardär Richard Branson will seinen Konkurrenten Jeff Bezos ausstechen. Der 70-Jährige ist ins Weltall gestartet und wieder zurück auf der Erde. Ein gelungener PR-Coup.

Update vom 11. Juli, 17.39 Uhr: „Unity“ ist im Landeanflug. Und landet bilderbuchmäßig. Knapp eine Stunde hat der Weltraumflug gedauert. Richard Branson hat es geschafft.

Update vom 11. Juli, 17.39 Uhr: Die „Unity“ ist wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Ein kritischer Punkt. Das Raumflugzeug befindet sich jetzt in einem Gleitflug auf dem Weg zur Landung. Die Piloten müssen beim ersten Versuch die Landebahn treffen. In ein paar Minuten wird die Landung erwartet.

Update vom 11. Juli, 17.29 Uhr: Die „Unity“ hat sich problemlos vom Trägerflugzeug oder Mutterschiff abgekoppelt. Richard Branson ist mit seiner Crew auf dem Weg ins Weltall. Jede Sekunde wird die Schwerelosigkeit erreicht. Im Live-Stream sind auch Aufnahmen einer Bord-Kamera zu sehen. Der Milliardär spricht in der Live-Übertragung, allerdings ist kaum etwas zu verstehen. Branson scheint völlig euphorisch zu sein.

Update vom 11. Juli, 17.04 Uhr: Die „Unity“ ist im Schlepptau eines Trägerflugzeugs von einem Flughafen im US-Bundesstaat New Mexico gegen 16.30 Uhr gestartet. In einer Höhe von 15 Kilometer soll das Raumschiff von dem Trägerflugzeug abgekoppelt werden. Dann beschleunigt die „Unity“ auf 3700 Kilometer pro Stunde und taucht anschließend in über 80 Kilometern Höhe in die Schwerelosigkeit ein. Das ist der Plan von Richard Branson. Der 70-Jährige verfolgt damit seinen Jugendtraum. Allerdings hat Branson vor allem das Ziel, in den Weltraumtourismus einzusteigen.

Richard Branson im Weltraum.
Richard Branson im Weltraum. © Screenshot

Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte in der vergangenen Woche angekündigt, am 20. Juli ins Weltall zu starten. Das Datum ist bewusst gewählt: am 20. Juli 1969 landen die ersten Menschen auf dem Mond. Nun ist Richard Branson neun Tage früher - am 11. Juli 2021 - gestartet.  

Update vom 11. Juli, 16.55 Uhr: Mit Spannung wird jetzt das Abkapseln der Unity22 von der Trägerrakete erwartet. Wenn die Flughöhe erreicht ist, können die Weltraum-Passagiere in der Kabine frei schweben. Besonders kritisch bewerten Experten den Eintritt in die Atmosphäre. Nach der Landung soll es eine Zeremonie und eine Pressekonferenz geben.

Britischer Milliardär Branson ins All gestartet

Update vom 11. Juli, 16.39 Uhr: Der britische Milliardär Richard Branson hebt ab. Der Flug ins All gilt als risikoreich - er führt 88 Kilometer in die Höhe. Nach amerikanischen Standard, also nach Definition der NASA und der US-Luftwaffe, flieg Branson in den Weltraum - der beginnt bei 80 Kilometern Höhe (50 Meilen). Nach internationalen Standard beginnt der Weltraum in 100 Kilometer Höhe. Branson will in 88 Kilometer Höhe fliegen. Das heißt, nach amerikanischen Vorgaben fliegt Branson ins All. Der Milliardär will sich „Astronaut“ nennen. Eigentlich müsste ein „Astronaut“ nach Experten tatsächlich einmal die Erde umkreisen.

Richard Branson ist in den Weltraum gestartet

Update vom 11. Juli, 16.30 Uhr: Richard Branson (70) startet in den Weltraum. Es ist der erste Flug des Milliardärs. Branson ist mit dem Fahrrad zum Raketenstart geradelt. Jedenfalls sieht es in einem wohl vorproduzierten Twitter-Video so aus. Mit seiner Rakete namens „Unity22“ hebt der Milliardär von US-Staat New Mexico ab. Das Trägerflugzeug setzt sich in Bewegung.

„Space Race“ der Milliardäre: Bezos und Branson im irren Wettkampf ums All - Raumschiff-Start noch heute

Erstmeldung vom 11. Juli 2021

Spaceport America - Es ist ein Wettkampf um nichts geringeres als das Weltall: Der britische Unternehmer und Abenteurer Richard Branson will am Sonntag mit seinem eigenen Raumschiff in den Weltraum abheben und damit seinen Milliardärs-Kollegen Jeff Bezos ausstechen. Start für den spektakulären Flug ist für 16.30 Uhr geplant.

„Space Race“ der Milliardäre: Branson will Bezos um neun Tage schlagen

Der 70-jährige Milliardär plant mit fünf weiteren Astronauten in den Raumflieger „VSS Unity“ zu steigen. Ein in der Wüste im US-Bundesstaat New Mexico startendes Trägerflugzeug wird die „VSS Unity“ zunächst in eine Höhe von rund 15 Kilometern bringen. Dort wird es den Düsenjet ähnlichen Raumflieger absetzen. Mit eigenem Antrieb soll die „VSS Unity“ dann mit dreifacher Schallgeschwindigkeit auf eine Höhe von knapp 90 Kilometer fliegen. Hier - so der Plan - können Branson und die anderen Passagiere Schwerelosigkeit erleben und die Erdkrümmung sehen. Nach wenigen Minuten geht es dann zurück auf die Erde.

Branson will damit seinem Konkurrenten, dem Amazon-Gründer und reichsten Mensch der Welt, Jeff Bezos um neun Tage zuvorkommen. Bezos plant seinerseits mit seinem privatem Raumfahrtunternehmen Blue Origin am 20. Juli mit einer Weltraumkapsel mehr als 100 Kilometer hoch in den Weltraum zu fliegen.

Amazon-Gründer Bezos: Ein großer Vorteil, auch als Zweiter

Genau genommen hat Bezos damit die Nase vorn, auch wenn er seinen Testflug erst nach Branson absolviert. Denn der internationalen Definition zufolge beginnt der Weltraum erst ab einer Grenze von 100 Kilometern Höhe über dem Meeresspiegel. Und diese erreicht von den beiden Superreichen eben dann nur Bezos mit seiner Kapsel.

Die beiden Multimillionäre wollen ab dem kommenden Jahr zahlende Weltraumtouristen ins All bringen. Branson und Bezos wären aber nicht die ersten Touristen im All: Mehrere andere Unternehmen und Raumfahrtbehörden haben bereits Reisende in den Weltraum gebracht. 2001 hatte der US-Unternehmer Dennis Tito eine Woche auf der Internationalen Raumstation verbracht und dafür rund 20 Millionen Dollar bezahlt, er gilt als erster Weltraum-Tourist. Es folgten rund ein halbes Dutzend weitere ISS-Touristen.

Auch Tesla-Chef Elon Musk steigt in Weltraum-Tourismus ein

Und auch Tesla-Chef Elon Musk ist in Sachen Weltraum-Tourismus im Rennen. Er hatte mit seiner Firma SpaceX schon 2018 angekündigt, Touristen um den Mond zu fliegen. Nun soll es 2023 so weit sein, unter anderem mit dem japanischen Milliardär Yusaku Maezawa an Bord. Noch für dieses Jahr ist ein vom US-Milliardär Jared Isaacman bei SpaceX gebuchter Flug in den Weltraum vorgesehen. Und für das kommende Jahr hat das US-Unternehmen Axiom Space gemeinsam mit SpaceX und der US-Raumfahrtbehörde Nasa einen touristischen Raumflug zur ISS geplant. An Bord sollen vier Männer aus den USA, Kanada und Israel sein - für Medienberichten zufolge rund 55 Millionen Dollar pro Ticket. (va mit Material von AFP und dpa)

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