Ende einer Ära: Space-Shuttle "Atlantis" ist gelandet

Washington - Das Space-Shuttle “Atlantis“ ist gelandet: Nach 13 Tagen im All ist es sicher auf die Erde zurückgekehrt und im Weltraumbahnhof in Cape Canaveral angekommen.

Zum letzten Mal in der Raumfahrtgeschichte ist ein amerikanisches Space Shuttle aus dem Weltall auf die Erde zurückgekehrt. Die Fähre mit vier Astronauten an Bord landete um 11.56 Uhr (MESZ) im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida. Damit ist die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA vorerst beendet. Das Shuttle-Programm der Raumfahrtbehörde NASA wird nach 30 Jahren aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt. Es gibt jedoch noch die russischen “Sojus“-Raumkapseln.

Am Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida hatten sich etwa 2.000 Menschen in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) nahe der Landebahn versammelt, um dem historischen Moment beizuwohnen. “Nachdem es der Welt mehr als 30 Jahre gedient hat, hat sich das Space Shuttle einen Platz in der Geschichte verdient“, funkte Kommandant Christopher Ferguson. “Sehr gute Arbeit“, antwortete die Einsatzleitung.

Bilder von der Landung der "Atlantis

Ende einer Ära: Bilder von der Landung der "Atlantis"

Beim Wiedereintritt wird die Raumfähre durch die starke Reibung mit den Atmosphärenteilchen enorm erhitzt. Dieser Abschnitt der Reise gilt als der gefährlichste Teil jeder bemannten Weltraumfahrt. Beim Unglück der “Columbia“ war die am Hitzeschild beschädigte Raumfähre beim Eintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen.

Nach dem Ende des Shuttle-Programms können US-Astronauten für mehrere Jahre nur in russischen “Sojus“-Kapseln zur ISS gelangen. Routineflüge in den unteren Erdorbit von Amerika aus sollen künftig kommerzielle Anbieter übernehmen.

dpa/AP

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