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Als die Beamten das Handschuhfach des Wagens öffneten, entdeckten sie den jungen Mann.

Dramatische Bedingungen

Erschütternde Fotos aus Spanien: Polizei findet Flüchtlinge in Handschuhfach

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Unter entsetzlichen Bedingungen haben Flüchtlinge in der spanischen Stadt Melilla versucht, über die Grenze zu kommen - das zeigen jetzt schockierende Bilder.

Melilla - Jeden Tag versuchen unzählige Menschen, über die spanische Stadt Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste über die Landesgrenze von Marokko zu gelangen. Immer wieder findet der Zoll Flüchtlinge, die sich unter schrecklichen Bedingungen in Fahrzeugen verstecken.

Melilla: Spanische Polizei findet Flüchtlinge in Handschuhfach und Motorhaube

So auch am vergangenen Freitagmorgen, wie die spanische Guardia Civil berichtete und schockierende Fotos veröffentlichte. Innerhalb weniger Stunden hatten die Beamten nach eigenen Angaben drei Fahrzeuge kontrolliert, in denen illegale Einwanderer versteckt waren. Eine 15-jährige Jugendliche wurde hinter der Rückbank eines Wagens entdeckt, zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren waren im Armaturenbrett hinter dem Handschuhfach gezwängt. Bei den Autos handelte es sich um einen Mercedes, einen Renault und einen Chevrolet.

Spanien: Migranten hatten Schmerzen und Symptome von Erstickung

Aufgrund der katastrophalen Bedingungen, unter denen die Personen in das Fahrzeuginnere gezwängt waren, mussten zwei Insassen medizinisch stabilisiert werden. Sie wiesen Symptome von Erstickung, Orientierungslosigkeit und allgemeinen Gelenkschmerzen auf, so die Mitteilung der Polizei.

Unter entsetzlichen Bedingungen versuchten die Insassen, über die Grenze zu kommen.

Drei Männer (19, 30 und 31) marokkanischer Staatsangehörigkeit wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. Sie müssen sich jetzt vor Gericht wegen Verbrechen gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger verantworten.

Die Migranten seien nach Angaben der Polizei orientierungslos gewesen - wenig verwunderlich bei diesen Bildern.

Mehr als 50 Migranten stürmen in spanische Nordafrika-Exklave

Wie das spanische Innenministerium bereits vor zwei Wochen mitteilte, ist die Stadt Melilla derzeit mit dem größten Massenansturm der vergangenen sechs Monate konfrontiert. Rund 100 Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara hätten am 12. Mai von Marokko aus versucht, die rund sechs Meter hohen, doppelten Grenzzäune zu überwinden. Mindestens 52 von ihnen sei es gelungen, EU-Gebiet zu erreichen.

Spanien hat in Nordafrika zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe beider Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara aus.

Immer wieder versuchen Flüchtlinge, unter katastrophalen Bedingungen über die Grenze zu kommen. Zusammengepfercht auf engstem Raum hat etwa die slowakische Polizei 78 Flüchtlinge, darunter auch Babys, aus zwei verschlossenen Lastwagen befreit. Die Situation bei einem Einsatz der Polizei in einer Asylunterkunft in Bayern ist eskaliert. Mehrere Polizisten wurden verletzt, berichtet Merkur.de*

va/dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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