Spanien: Die Corona-Infektionszahlen steigen. Keine gute Nachricht für Urlauber.
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Spanien: Die Corona-Infektionszahlen steigen. Keine gute Nachricht für Urlauber.

Folgen für Urlauber

RKI: Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet - Auch Mallorca und Kanaren sind betroffen

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) aktualisiert seine Liste der Corona-Risikogebiete. In Europa ändert sich die Corona-Lage ständig. Das hat Folgen für Urlauber.

Update vom 9. Juli 2021: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag seine Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert: Ganz Spanien ist Risikogebiet, Zypern sogar Hochinzidenzgebiet. Ab Sonntag (11. Juli 2021) Mitternacht gelten die neuen Einstufungen, teilt das RKI auf seiner Webseite mit. Der Schritt war angesichts der steigenden Infektionszahlen erwartet worden (siehe Erstmeldung). Auf Mallorca ist die Inzidenz in die Höhe geschnellt und liegt aktuell bei 127.

  • Spanien inkl. der Balearen - Mallorca und Kanaren ab 11. Juli 2021 Risikogebiet.
  • Zypern Hochinzidenzgebiet ab 11. Juli 2021.

Corona-Risikogebiet: Was müssen Spanien-Urlauber beachten?

Spanien ist wieder ein Risikogebiet. Was bedeutet das jetzt für Spanien-Urlauber? Für viele Reisende ändert sich kaum etwas. Deutsche können weiterhin nach Spanien oder auch Mallorca reisen. Vor dem Abflug nach Deutschland muss wie bisher ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden. Sonst gilt eine Quarantänepflicht bis zum Nachweis über die vollständige Impfung und die Genesung von einer Infektion. Obendrein müssen Reisende eine sogenannte „Digitale Einreiseanmeldung“ ausfüllen.

RKI ändert Liste der Risikogebiete: Corona-Zahlen in Portugal schießen in die Höhe, Spanien vor vierter Welle

Erstmeldung vom 9. Juli 2021: Berlin - Es war wohl nur eine Frage der Zeit. Die Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern in Europa explodieren. Die Corona-Pandemie ist eben noch nicht vorbei. In Spanien schnellen die Corona-Fälle in die Höhe. Das Urlaubsland steht kurz vor der vierten Corona-Welle, warnen Experten. Die Delta-Variante lässt sich offenbar kaum stoppen - ausgerechnet mitten in der Urlaubssaison.

Spanien wieder auf der Liste der Corona-Risikogebiete

Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht ganz Spanien als Corona-Risikogebiet einstufen. Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise meldete, soll zudem Zypern zum Hochinzidenzgebiet erklärt und damit eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind. Zypern war bislang als einfaches Risikogebiet eingestuft.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht jeden Freitag die Liste der Corona-Risikogebiete und die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Die endgültige Entscheidung der zuständigen Ministerien für Gesundheit, Inneres und Auswärtiges fällt in der Regel kurz vorher. 

Risikogebiet: Das sind die verschiedenen Stufen

  • Risikogebiete: Länder und Regionen werden als Risikogebiete eingestuft, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) über 50 liegt. Es ist die niedrigste von drei Risikostufen. Vor dem Abflug muss grundsätzlich ein negatives Testergebnis vorliegen.
  • Hochinzidenzgebiete: Die Einstufung erfolgt für Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. Wer aus einer solchen Region zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.
  • Virusvariantengebiete: Die Einstufung erfolgt aufgrund einer Virusvariante sowie der Ausbreitung der Virusvariante (Mutation), welche nicht in Deutschland verbreitet auftritt und von der ein besonderes Risiko ausgeht. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich - auch nicht für Geimpfte und Genesene.

Corona: So ist die Lage in Portugal

Portugal sowie die autonomen Regionen Madeira und die Azoren gelten seit dem 7. Juli als Hochinzidenzgebiet. Ende Juni 2021 war Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft worden. Das sorgte bei vielen Urlaubern für Unverständnis. Reiseveranstalter starteten eine Rückholaktion, um Touristen die 14-tägige Quarantäne zu ersparen.

In Portugal verschlechtert sich die Corona-Lage bereits seit vielen Wochen. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz, die vor einem Monat noch bei 55 lag, stieg jüngst auf 247. Das liegt vor allem an der Ausbreitung der Delta-Variante. Zur Eindämmung wurde vor einigen Tagen wieder eine nächtliche Ausgehsperre eingeführt. In den Regionen mit besonders schlechter Lage (darunter die Hauptstadt Lissabon) dürfen die Menschen zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Straße. (ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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