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Spanische Polizei hebt internationales Kinderporno-Netz aus.

Austauch via Whatsapp-Gruppe

Spanische Polizei hebt internationales Kinderporno-Netz aus

Via Whatsapp und Twitter wurden Kinderpornos geteilt. Nun ist der spanischen Polizei ein Schlag gegen ein internationales Pädophilennetz gelungen. 

Madrid - Die spanische Polizei hat ein internationales Pädophilennetz ausgehoben, das kinderpornografisches Material über den Messenger-Dienst Whatsapp austauschte. 

50 Personen in 15 Ländern seien festgenommen worden, teilte die Nationalpolizei am Mittwoch mit. Elf der Festgenommenen stammten aus Spanien, einer aus Italien, die übrigen aus insgesamt 13 Ländern Lateinamerikas. Die spanische Polizei wurde bei ihren Ermittlungen von Interpol und der interamerikanischen Polizeibehörde Ameripol unterstützt.

Spuren im Darknet 

Die Ermittlungen hätten begonnen, als spanische Cyberagenten im sogenannten Darknet auf eine Verbindung zu einer Whatsapp-Gruppe stießen, in der spanischsprachige Pädophile aus verschiedenen Ländern Kinderpornografie austauschten, teile die Polizei weiter mit. Die Ermittlungen wurden auf 24 Länder und mehr als 100 Personen ausgeweitet.

Unter den Festgenommenen sei ein 47-jähriger Uruguayer, der gestanden habe, seine beiden Töchter (6 und 15) missbraucht und Videoaufnahmen davon mit anderen Pädophilen über Whatsapp und den Kurznachrichtendienst Twitter geteilt zu haben. 

In Panama gab sich ein Mann im Netz als Minderjähriger aus und brachte Mädchen dazu, ihm intime Aufnahmen zu schicken, um sie anschließend damit zu erpressen. In der spanischen Stadt Tarragona sei ein „Multi-Rückfalltäter“ geschnappt worden, in Sevilla ein Minderjähriger, der eine der Chatgruppen verwaltete. 

Bei Hausdurchsuchungen wurden unter anderem zehn Computer, 18 Festplatten, 79 Handys, zwei Tablets und weitere Speicher-Hardware beschlagnahmt.

Erst im März war der spanischen Polizei ein gegen die Kinderporno-Mafia gelungen. Die Polizei nannte nach Dutzenden Festnahmen erschütternde Details. 

Vor kurzem haben Ermittler in Deutschland und Österreich eine Plattform im Darknet zum Austausch von Kinderpornografie mit fast 90.000 Mitgliedern auffliegen lassen. Die Details zu dem Fall sind schockierend.

Europol hat Fotos von Details aus dem Hintergrund von Kinderporno-Videos ins Internet gestellt, um die Kriminellen und ihre Opfer zu finden.

dpa

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