Tragödie am Karlsfelder See: 24-Jähriger stirbt

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Lybiens Machthaber Muammar al-Gaddafi bei einem TV-Auftritt am 12. Mai.

Spekulationen um Gaddafi - Verletzt aus Tripolis geflohen?

Tripolis/Rom - Neue Spekulationen um das Schicksal des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi: Nach unbestätigten Berichten wurde er vermutlich verletzt.

Außerdem soll er Tripolis verlassen haben. Gaddafis Sprecher dementiert.

Libyens Machthaber ist möglicherweise verletzt und vermutlich nicht mehr in Tripolis. Das sagte Italiens Außenminister Franco Frattini am Freitag unter Berufung auf den katholischen Bischof von Tripolis, Giovanni Innocenzo Martinelli. Ein Sprecher des Gaddafi-Regimes wies die Berichte umgehend zurück.

Über das Schicksal des Despoten wird spekuliert, seit bei einem Nato-Angriff auf Tripolis vor knapp zwei Wochen Gaddafis jüngster Sohn und drei seiner Enkelkinder getötet wurden. Angesichts der schweren Zerstörungen an dem Gebäude, in dem sich auch Gaddafi aufgehalten haben soll, sei kaum vorstellbar, dass jemand unverletzt geblieben sei, hieß es schon damals.

Erstmals seit dem tödlichen Luftangriff hatte das libysche Staatsfernsehen in der Nacht zum Donnerstag wieder Bilder Gaddafis gezeigt. Darauf war der Machthaber bei einem Treffen mit Stammesführern zu sehen. Das Treffen soll am Mittwoch in einem Hotel in Tripolis stattgefunden haben. Internationale Journalisten, die in dem Hotel untergebracht sind, bestätigten, dass im entsprechenden Zeitraum Bereiche des Hotels abgesperrt waren. Gaddafi sei aber nicht gesehen worden, hieß es.

Wo sich Gaddafi aufhalte, sei nicht bekannt, sagte Frattini laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa. Im libyschen Staatsfernsehen hieß es, die Gerüchte um das Schicksal Gaddafis seien aus der Luft gegriffen. Der Regierungssprecher habe persönlich bei dem Sender angerufen, um zu erklären, dass Gaddafi bei bester Gesundheit sei.

Nato-Kampfjets hatten auch in den vergangenen Tagen Angriffe auf Ziele in Tripolis geflogen, auch auf Gebäude, in denen sich der Gaddafi-Clan aufhalten soll. Mit dem von einem UN-Mandat gedeckten Militäreinsatz soll die libysche Bevölkerung vor Angriffen des Regimes geschützt werden.

Die Zahl der Angriffe auf Zivilisten nimmt nach Feststellungen der Nato bereits ab. “Wir haben gestern keine Berichte über den Beschuss von Zivilisten in Misrata gehabt“, sagte der britische Oberstleutnant Mike Bracken, Sprecher des internationalen Militäreinsatzes in Libyen, am Freitag in Neapel. “Aber wir werden unseren Einsatz fortsetzen, bis alle Angriffe auf Dauer aufhören.“

Die Nato hatte Anfang April die Führung des Einsatzes übernommen. “Unser Ziel ist es nicht, diese Truppen zu zerstören. Und unser Ziel ist auch nicht Gaddafi selbst“, sagte der Militärsprecher. Die Lage sei nach wie vor “dynamisch“. Es gebe im gesamten Westen Libyens “viel Bewegung“.

Dort haben die Aufständischen nach eigenen Angaben in einem strategisch wichtigen Gebirgszug mehrere Angriffe der Gaddafi-Truppen zurückgeschlagen. “Von Sintan bis Nalut haben seine Truppen in diesem westlichen Gebirge keine einzige Schlacht gewonnen“, sagte ein Rebellen-Kommandeur am Freitag dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira.

Der Nafusa-Gebirgszug erstreckt sich parallel zur Mittelmeerküste auf einer Länge von etwa 250 Kilometern von der tunesischen Grenze bis südlich von Tripolis. Von den Anhöhen kontrollieren die Aufständischen die darunter liegenden Ebenen.

dpa

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