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Die Online-Aktion des ermordeten muslimischen Studenten Deah Shaddy Barakat hat bislang mehr als 330.000 Dollar an Spenden erhalten.

Nach Mord an Muslimen

330.000 Dollar für Aktion von ermordetem Studenten

Chapel Hill - Bei einer Online-Spendenaktion des ermordeten US-Studenten Deah Shaddy Barakat für syrische Flüchtlinge ist es nach der brutalen Attacke zu einer wahren Spendenflut gekommen.

Bis Freitag kamen auf seiner Seite auf der Internetplattform YouCaring.com mehr als 330.000 Dollar (rund 290.000 Euro) zusammen.

Der Zahnmedizinstudent hatte ursprünglich vorgehabt, 20.000 Dollar zu sammeln, um zusammen mit anderen Zahnärzten Kinder in Flüchtlingslagern in der Türkei behandeln zu können. "Hunderte Schüler" bräuchten dort "dringend" eine zahnmedizinische Behandlung, sagte Barakat in einem Video.

Der 23-jährige Barakat, seine 21-jährige Ehefrau Yusor Mohammad Abu-Salha sowie deren 19-jährige Schwester Razan waren am Dienstag von einem 46-jährigen Nachbarn in der Universitätsstadt Chapel Hill im Bundesstaat North Carolina erschossen worden. Der Schütze stellte sich anschließend der Polizei. Diese sprach zunächst von einem Streit um Parkplätze. Auf seiner Facebook-Seite bezeichnete sich der Schütze aber als überzeugter Atheist und äußerte scharfe Kritik an Religionen im Allgemeinen, wobei er neben Mormonentum und Christentum auch den Islam angriff.

Die US-Bundespolizei FBI prüft inzwischen in einem Ermittlungsverfahren, ob die tödlichen Schüsse einen rassistischen Hintergrund hatten. Am Freitag verurteilte Präsident Barack Obama die Tat. Die Ermordung der drei Studenten sei "brutal und empörend", erklärte Obama. In den Vereinigten Staaten sollten Menschen niemals zur Zielscheibe werden "wegen dem, was sie sind, wie sie aussehen oder wie sie beten".

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach den Familien der getöteten Studenten sein Beileid aus. Die drei Studenten hätten die "besten Werte der globalen Gesellschaft" verkörpert und "aktives Mitgefühl" für ihre Mitmenschen gezeigt, um die Welt "für alle" zu verbessern, erklärte Ban, der sich zugleich "tief bewegt" über die große Anteilnahme der Bevölkerung äußerte.

AFP

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