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Sicherheitsmängel: Die Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz ist für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt worden.

#brückengau

Nichts geht mehr - Autobahnbrücke tagelang gesperrt

Mainz - Kein Ende des Verkehrschaos in Sicht: Die Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz bleibt noch bis mindestens Rosenmontag gesperrt.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) sagte, die Experten gingen davon aus, dass die Ergebnisse der Untersuchung in der nächsten Woche vorlägen. "Wir rechnen damit, dass wir über einen längeren Zeitraum nachdenken."

Der technische Leiter des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, Bernd Hölzgen, sagte: "Die Sicherheit geht vor. Deswegen können wir die Brücke jetzt nicht freigeben." Weil sich ein Pfeiler geneigt hatte, war das wichtige Nadelöhr gesperrt worden. Das führte weiträumig zu Chaos.

Einer der Pfeiler der Schiersteiner Brücke auf Mainzer Seite habe sich geneigt, teilte am Mittwoch in Koblenz eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz mit. Dadurch hänge der Überbau durch und die Fahrbahn habe sich leicht gesenkt. Ob weitere Pfeiler betroffen sind, wieso sich der Pfeiler geneigt hatte und wie schnell das Problem gelöst werden kann, war laut der Sprecherin zunächst unklar.

Experten nahmen die Schäden am Mittwoch in Augenschein. Der betroffene Pfeiler steht laut LBM-Sprecherin auf Höhe der Anschlussstelle Mainz-Mombach. Er stütze die sogenannte Vorlandbrücke in Rheinland-Pfalz, die baulich von der eigentlichen Schiersteiner Brücke über dem Rhein getrennt ist.

Die vor mehr als 50 Jahren gebaute Schiersteiner Brücke ist längst marode und vielen Pendlern von den häufigen Staumeldungen im Radio bekannt. Täglich nutzten bis zu 90 000 Fahrzeuge die vier Spuren. Seit 2013 entsteht daneben ein sechsspuriger Neubau. Seine Fertigstellung ist aber erst in mehreren Jahren geplant.

#brückengau: Internetnutzer spotten über Brückensperrung

Die Sperrung der wichtigen Schiersteiner Brücke und das Verkehrschaos rund um Mainz und Wiesbaden hat im Kurznachrichtendienst Twitter für Kritik, Schuldzuweisungen, Klagen von Pendlern und natürlich auch jede Menge Spott gesorgt. Die Bewohner der beiden durch den Rhein getrennten Landeshauptstädte pflegen seit vielen Jahren genüsslich ihre Rivalität. Und jetzt steht auch noch Fastnacht vor der Tür. Ein Fest für launige Kommentare unter den Hashtags #schiersteinerbruecke und #brückengau. Eine Auswahl:

- „Was der liebe Herrgott durch einen Fluss getrennt hat, soll der Mensch nicht mit Brücken verbinden“ (@fusselblog)

- „Alles halb so schlimm, die neue Brücke ist in Bau und 2020 fertig. Wer will schon nach MZ?!?“ (@ThorstenBack)

- „Hat sich schon jemand einen Brückentag genommen?“ (@SusannaMoguntia)

- „Über sieben Brücken musst du stehen“ (@simonwehr)

- „Zwischen #Wiesbadenern und #Mainzern gab es ohnehin immer unüberbrückbare Differenzen. Insofern: Was soll die Aufregung?“ (@HenrikeRossbach)

- „Man sollte die Bundeswehr rufen und eine Pontonbrücke bauen“ (@dedeAllemand)

- „Gibt es schon steigende Mitgliederzahlen bei den Rudervereinen?“ (@NadjaWei)

dpa

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