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Das Landhausviertel von St. Pölten symbolisiert den Imagewechsel der Stadt.

St. Pölten – alte Stadt, junge Metropole

St. Pölten ist die älteste Stadt Österreichs, aber zugleich die jüngste Landeshauptstadt. Das Zusammenspiel aus faszinierender Vergangenheit und schwungvoller Gegenwart prägt die Stadt und ihre Einwohner.

St. Pölten bekam schon im Jahre 1159 das Stadtrecht verliehen und ist somit vermutlich die älteste Stadt in Österreich. Aber erst 1986 wurde die 50.000-Seelen-Stadt nach einer Volksbefragung zur Landeshauptstadt Niederösterreichs erklärt. Bis dahin wurde das größte österreichische Bundesland vom 60 Kilometer entfernten Wien aus regiert.

Imagewandel vom Provinzstädtchen zur Metropole

Mit dem Umzug der Landesregierung kamen zahlreiche öffentliche und private Institutionen und Firmen nach St. Pölten. Schnell entwickelte sich die Stadt zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Niederösterreichs. Auch das Image der Stadt hat sich verändert: St. Pölten gilt schon längst nicht mehr als provinziell, sondern zeigt in ihrem Stadtbild eine gekonnte Verbindung von Tradition und Vision.

Die barocke Altstadt

Seine herrliche, historische Innenstadt verdankt St. Pölten vor allem Österreichs bedeutendstem Barock-Baumeister Jakob Prandtauer. Er erschuf das Karmelitinnen-Kloster und das Institut der Englischen Fräulein, zu dessen berühmtesten Schülerinnen Paula von Preradovic zählte – die Textdichterin der österreichischen Bundeshymne.

Der Rathausplatz ist mit 6600 Quadratmetern der größte Platz der Stadt. Vor der herrlichen Kulisse des Rathauses und der Dreifaltigkeitssäule treffen sich hier die Bürger auf dem Wochen- oder Kunsthandwerksmarkt oder in einer der zahlreichen Bars und Gaststätten. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die barocken Bürgerhäuser am Herrenplatz, die Palais am Riemerplatz und der Dom Mariä Himmelfahrt.

Regierungsviertel läutet Moderne ein

Am Ufer des Flusses Traisen zeigt sich ein anderes Bild der Stadt. Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur fünf Jahren wurde 1997 das 500 Millionen Euro teure Landhausviertel eröffnet. Mit dem neuen Regierungs- und Kulturbezirk zog die Moderne in das beschauliche Barockstädtchen ein.

Das Landtagsgebäude erinnert aufgrund seiner Form an ein Schiff. Das bugartig gekrümmte Gebäude mit Lamellen vor der Glasfassade scheint auf Stelzen zu schweben, die in einem Wasserbecken stehen. Direkt angeschlossen an den Verwaltungsbereich entstand der Kulturbezirk mit dem Festspielhaus, dem Landesmuseum und der Landesbibliothek. Der 77 Meter hohe Klangturm bietet ein jährlich wechselndes Programm zur Klangkunst und beherbergt gleichzeitig St. Pöltens schönste Aussichtsterrasse.

Leben in St. Pölten

Die abwechslungsreiche Architekturlandschaft zieht nicht nur viele Besucher an, sondern macht die Stadt auch zum Wohnen attraktiv. Es entstehen viele neue Mietwohnungen in St. Pölten. In keiner anderen Stadt in Österreich stehen so viele bebaubare Flächen zur Verfügung. Zum Vergleich: Auf 64 Quadratkilometern wohnen in Salzburg etwa dreimal so viele Bürger wie in St. Pölten auf 109 Quadratkilometer.

Um St. Pölten als Wohnort noch anziehender zu machen, greift die Stadt auf effektive Maßnahmen zurück. Als Mieter mit schriftlichem Mietvertrag und Meldezettel einer sanierten oder neu geschaffenen Wohnung erhält man in den ersten drei Jahren nach Fertigstellung einen monatlichen Mietzuschuss.

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